SFP+ und Server

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  • Hallo zusammen,

    ich baue mir als Privatanwender ein kleines Rack auf.

    Momentan sind dort unter anderem ein UCG-Max und der USW-Pro-Max-16-PoE verbaut…

    Nun hat der ProMax-Switch 2 SFP+ Ports, das UCG-Max leider nicht. Mein Server im Desktop-Gehäuse hat eine 1GBit-Netzwerkkarte verbaut. Hier suche ich eine Netzwerkkarte mit 10GBit/s und SFP+.


    Kenne mich noch nicht mit SFP+ aus, aber das Mainboard vom Server hat PCIe 3.0, sodass eine 10GBit/s doch Sinn ergeben könnte ?!

    Und, dann müsste es doch SFP+ auf SFP+ in 2-3m Länge geben, sodass man Server und Switch direkr verbinden könnte ?

  • 10Gbit Karten mit SFP+ gibt es viele wie diese z.B. https://www.broadcom.com/products/ether…-adapters/p210p

    Denke die benötigen alle PCIe 3.0 mit 8 Lanes (x8). Wenn der Server in der Lage ist solche Datenmengen zur Verfügung zu stellen und auch Abnehmer dafür da sind, mag das Sinn machen.

    Zum Verbinden kann man sowas nehmen, hatte letzte Woche gerade einige dieser Kabel in 3m und AWG30 ... die gingen nur teilweise an einigen Ports. Ich vermute bei der Länge mit dem Querschnitt war das am Limit. Die Kabel in AWG26 (größerer Querschnitt) liefen reibungslos. https://www.amazon.de/10Gtek-Kompati…B01B7N93UG?th=1

    oder auch mit LWL SFP+ Modulen und einem LWL Patchkabel.

    Wichtig ist, dass nicht alle SFP+ Module bei allen Herstellern laufen müssen. Da wird gerne mal Protektionismus betrieben. Die Broadcom Karte, Unifi Switch und 10gtek DAC hab ich schon mehrfach in dieser Kombi in Betrieb genommen.

  • Ich habe im Prinzip genau Dein Setup bei mir, UCG-Max mit Pro-Max-16PoE. In meinem Desktop steckt eine Broadcom P210p NetExtreme-Karte mit 2x SFP+. Solche Karten kann man gut gebraucht über Ebay kaufen, dort gibt es sie ab und zu für wirklich kleines Geld im Vergleich zum Neukauf.

    Ich habe Desktop und Switch mit einem 3m langen DAC verbunden, das läuft wunderbar. Auch mit SPF+Modulen und einem Multimode-Patchkabel war immer alles prima.

    Wichtig ist, dass Du bei einer "Enterprise"-PCIe-Netzwerkkarte direkt die Firmware aktualisierst. Da gibt es oft nur etwas rudimentäre Kommandozeilentolls für, aber es lohnt sich.

  • Es ist dieses Mainboard Fujitsu. Hat wohl 16 lanes…


    Der Switch hat nur 4 x 2.5GBit/s, weshalb ich dachte, ich verbinde einfach den Server per SFP+ und mache den 2.5GBit-Port frei für andere Geräte.


    Kann man dann nicht einfach den SFP-Port im Switch mit der noch zu kaufenden Netzwerkkarte an dessen SFP-Port verbinden, sondern benötigt zusätzlich noch ein SFP-Modul ?

    Gibt es keine SFP-auf-SFP-Kabel, die man direkt nutzen kann - ohne Modul ?


    SFP ist mir noch völlig neu.

  • Ok, dann hast Du die Begriffe von DoPe und mir wohl gar nicht zuordnen können, kein Problem. SFP+ ist im Prinzip nur eine Buchse, die sich universell bestücken lässt.

    Das, was Deinem Wunsch am nähesten kommt, ist ein DAC (Direct Attached Cable). Dies ist ein fertig konfektioniertes Kabel, an dessen Enden SFP-Module fest verbunden sind. Hier hast Du den geringsten Stromverbrauch und die simpelste usability.

    Mit SFP+-Modulen und LWL-Patchkabeln bleibt man ein wenig flexibler, aber für Dich ist ein DAC sicherlich zunächst mal am sinnvollsten.

  • Ubiquiti vertreibt doch die DAC. Würde dort eines kaufen.


    Gibt es denn Netzwerkkarten (NICs), die sowohl SFP- als auch RJ45-Ports haben ?
    Der Switch hat 2 x SFP. Eine würde ich verwendenfür den Server, es könnte ja aber auch sein, dass ich beide vom Switch benötige (1 x Gateway, 1 x Aggregation Switch eines Tages).

    Wenn es denn DACs gibt, warum sollte man sich dann Module kaufen wollen ? DACs sind doch bestimmt LWL.


    Gebraucht finde ich nichts derzeit. EUR 200 neu sind schon eine Ansage. Ich schaue weiter.


    Danke…

    Edited once, last by Blebbens (May 9, 2025 at 7:51 AM).

  • DACs sind Kupfer, es gibt wohl aktive, die dann eigentlich Glas sind und entsprechende Module fest dran haben und für etwas größere Strecken ausgelegt sind. Wie ich ja bereits schrieb kann man schon bei 3m Probleme mit den Kabeln bekommen wenn die Dämpfung zu hoch ist (AWG30 -AWG26).

    Ich persönlich habe bisher nur Nics gesehen, die entweder SFP/SFP+/SFP28 Steckplätze haben oder aber eben RJ45 Buchsen für 10Gbit Ethernet.

    Module für LWL möchte man ggf. kaufen, damit man von der Kabellänge her flexibel bleibt oder weil die Kupfer DACs ohnehin nicht ausreichen von der Länge. DACs sind eine Punkt zu Punkt Verbindung. Für LWL gibt es Patchfelder hinter denen eine strukturierte LWL Verkabelung vorhanden ist und man kann durch umpatchen eine Verbindung an einen ganz anderen Ort verlegen. Bei DACs müsstest Du ein entsprechendes Kabel an den neuen Ort verlegen.


    Ganz wichtig. Du gehst davon aus, dass die verfügbaren Technologien für Spielekinder wie dich und uns entwickelt wurden. Das ist aber grundlegend falsch, denn wir sind ganz sicher nicht die Zielgruppe für solche Entwicklungen. Von daher sollte man auch nicht von den Bedürfnissen im SOHO Bereich auf die Bedürfnisse der eigentlichen Zielgruppen schließen.

  • Gebraucht finde ich nichts derzeit. EUR 200 neu sind schon eine Ansage. Ich schaue weiter.

    Verstehe ich nicht. Es gibt doch Massen an Angeboten?

    --> Hier z.B., PCIe-Karte inklusive zwei verschiedenen Slotblenden und sogar mit Modul (was man ja nicht nutzen muss, wenn man ein DAC möchte). Das Ganze quasi neu und vom deutschen Händler mit ausgewiesener Mehrwertsteuer für 60 €. Das habe ich jetzt innerhalb von einer Minute unter verschiedenen Angeboten gefunden.

  • Muss Euch dazu nochmal kurz ganz naiv fragen, weil ich immer noch zu SFP keinerlei Erfahrungen habe:

    Mein Main-Switch ist noch der ProMax-16-PoE, der unter anderem 2 SFP-Ports hat.

    Nun habe ich einen Flex 2.5G-PoE-Switch gekauft und würde diesen gerne mit dem ProMax verbinden.

    Der Flex-Switch hat einen 10GBit/s SFP-/RJ45-Kombinationsport.

    Die Verbindungskabel vom Stockwerk des Flex zum ProMax sind Cat7-Kupferkabel, ich würde also am Flex RJ45 verbinden.

    Um dann aber auf 10GBit am ProMax verbinden zu können, bräuchte es SFP. Für diesen Zweck bräuchte ich dann doch ein RJ45-auf-SFP-Modul, korrekt ? Könnt Ihr eine Empfehlung abgeben ?

    Und, bestehen SFP-DC eigentlich auch aus Kupfer oder ist das dann LWL ?

  • Für diesen Zweck bräuchte ich dann doch ein RJ45-auf-SFP-Modul, korrekt ? Könnt Ihr eine Empfehlung abgeben ?

    So etwas gibt es nicht.


    Und, bestehen SFP-DC eigentlich auch aus Kupfer oder ist das dann LWL ?

    Meinst Du damit jetzt ein DAC? Bitte auf korrekte Akronyme achten, ansonsten redet man nur aneinander vorbei. DACs sind kupferbasiert.

  • Networker er meint ein 10Gbit Rj45 SFP+ Modul.

    Blebbens nicht immer einfach SFP sagen, das ist was anderes als SFP+ oder SFP28 oder oder ... empfehlen würde ich diese Art der Module gar nicht, die brauchen gut Strom und werden daher schweineheiß.

    uacc-cm-rj45-mg ist ein 10Gbit RJ45 SFP+ Modul von Unifi

    DAC Kabel sind in kurzen Ausführungen metallische Leiter. Es soll auch für längere Strecken optische geben, wobei das vermutlich eigentlich nur optische SFP Module mit LWL Kabel sind, die schon vom Hersteller fest verbunden sind.

  • Networker er meint ein 10Gbit Rj45 SFP+ Modul.

    Ok, ich hatte es so verstanden, dass er beim Combo-Port bereits RJ-45 benutzen will, woraufhin ja der SFP+-Slot wegfällt und er nun für eine weitere Verbindung einen anderen RJ-45 auf SFP+ umadaptern wollte.

    Kann aber auch sehr gut sein, dass ich mich in seiner Beschreibung verheddert habe. ^^

  • Ja hast Du wohl. Da liegt Cat Kabel -> also macht der RJ45 Port für die Verbindung zwischen den Switchen Sinn, statt dort in den Combo SFP+ ein RJ45 Modul zu stecken. Für den Pro Max mit den SFP+ wurde ein passendes Modul für Cat Kabel als Gegenstelle gesucht.

  • Korrekt ist: der Flex-Switch muss mit der RJ45-Dose verbunden werden, dessen Cat7 im Keller auf dem Patchpanel vor dem ProMax landet.

    Heißt dann für mich, dass ich den Flex per normalem 10GBit-Ethernet-Kabel mit RJ45-Stecker mit der Dose verbinde. Unten im Keller dann mit RJ45 ans Patchpanel. Von dort muss die Verbindung mit dem SFP+ Port des ProMax hergestellt werden.


    Letzteres ist dann wohl ein schlichtes Ethernetkupferkabel mit RJ45 auf der einen und einem RJ45-auf-SFP+ Modul auf der anderen Seite? Und dafür empfehlt Ihr den Ubiquiti-Adapter, weil es kein konfektioniertes Kabel gibt ?

    Verstehe halt den Unterschied RJ45 und SFP nicht wirklich… beides (meist) Kupfer, nur der Stecker weicht ab.


    Letztlich will ich doch nur den Flex mit dem SFP am ProMax verbinden, nur eben mit dem Cat7 dazwischen.

  • Für Dein Verständnis:

    RJ45 ist immer Kupfer. Bei RJ45 gibt es Buchsen und Stecker.

    SFP und SFP+ (wichtiger Unterschied!) sind keine Stecker! SFP und SFP+ sind standardisierte Buchsen, in die immer und ohne Ausnahme Module gesteckt werden müssen. In diesen Modulen sitzt aktive Technik, daher sind sie auch etwas völlig anderes als Stecker. Du kannst hier immer genau den Typ an Modul stecken, der für Deine gewünschte Übertragungstechnik passt. Das kann Ethernet über Kupfer sein, Ethernet über LWL, aber auch ein VDSL-Modem oder ein ONT für Glasfaser-Internet. Gibt teilweise echt exotische Module.

    Diese Module haben immer eine Buchse, es wird daher grundsätzlich ein Kabel mit Steckern benötigt, um zwei Module zu verbinden - völlig egal, welche Übertragungstechnik. Die Ausnahme sind die oben erwähnten DACs. Das sind aber technisch ebenfalls zwei Module mit einem Kabel dazwischen, nur dass es hier als fertig konfektionierte und untrennbare Einheit geliefert wird.

    Und ja, es gibt auch SFP+-Module, die eine RJ45-Buchse haben und in die man ein ganz gewöhnlichen Kupfer-Patchkabel stecken kann. Das sind aber auch die ganz besonderen Heißläufer.

    Jetzt verständlich?

  • Blebbens hast Du dir eigentlich auch mal den Link angeschaut? Da sind Abbildungen der Gerätschaften und diese sind doch völlig selbsterklärend. An dem SFP+ Modul ist eine Seite eine RJ45 Buchse (wie an jedem Switch vorhanden für das Netzwerkkabel) und die andere Seite, die in den SFP+ Slot geschoben wird, hat halt eine entsprechend genormte Kontaktleiste passend zu den Kontakten die im SFP+ Slot vorhanden sind.

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