Reihenhaus WLAN Abdeckung

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  • Hallo zusammen,
    Wir wohnen in einem relativ neuen Reihenhaus und haben bisher DSL via Fritzbox und 2 Extendern im Einsatz, aber die Dicke/Bauweise der Decken und Wände macht uns einen Strich durch die Rechnung. Deshalb muss eine Alternative her.

    Hier ein paar Eckdaten:
    - Wir wohnen zur Miete, also neue Kabel ziehen ist nicht so einfach.
    - Keller, EG, 1. und 2. Stock. In jedem Stock gibt es Räume wo gutes WLAN benötigt wird.
    - Aktuell DSL, Ende des Jahres beginnt der Glasfaser-Ausbau. Umstieg dann Frühling 2026
    - offenes Treppenhaus, jedoch mit so tollen Metallstangen als Trenner
    - Hausanschluss befindet sich im Keller, jedoch ist Hausintern ein einfaches Telefonkabel ins Erdgeschoss und den 1. Stock gelegt. DSL könnte also überall angeschlossen werden, bei Glasfaser wird es dann wohl der Keller.

    Der Plan:
    - Komplett neues System mit vernünftigem WLAN, was dann auch die 500 MBit Glasfaser ordentlich verteilt.
    - Soll aktuell auch noch mit DSL laufen
    - Da ich für APs keinen Stromanschluss ziehen kann PoE? Könnte die Netzwerk-Kabel im offenen Treppenhaus halbwegs vernünftig ziehen.

    Meine Fragen:
    - Wie viele APs brauche ich? Macht es Sinn auf jedem Stockwerk einen zu haben?
    - Wo diese am besten platzieren? Immer Decke Treppenhaus oder möglichst weit 'rein' in das Stockwerk / in die Zimmer?
    - Ist das mit PoE überhaupt eine gute Möglichkeit?
    - Was brauche ich als Hardware.

    Bin zwar seit über 20 Jahren Entwickler und meine ganze Family denkt, dass ich damit alles mit Computern kann, aber ich bin halt nun mal kein IT-Spezialist. Gerade wenn es um Hardware und Netzwerke geht. Ich hoffe ihr könnt mir ein paar Tips geben!

    Danke schon mal an alle :)

  • Hallo astrocreep , herzlich willkommen in der Community!

    Es ist schon mal gut, dass Du Dich trotz der schwierigen Ausgangslage für das Ziehen einiger Kabel entschieden hast, denn in den meisten Fällen bekommt man nur so vernünftige Ergebnisse. Wenn Euer Haus noch neu ist, ist es relativ unverständlich, dass beim Bau nicht direkt an die strukturierte Hausverkabelung (Netzwerkdosen in jedem Raum) gedacht wurde. Vielleicht kannst Du den Vermietern diesbezüglich ja ein schlechtes Gewissen machen und mittelfristig einen Teil des Ausbaus von denen finanzieren lassen. ;)

    - Wie viele APs brauche ich? Macht es Sinn auf jedem Stockwerk einen zu haben?

    Das lässt sich mit den wenigen Infos von außen nicht seriös beantworten. Grundsätzlich würde ich sagen: Ja, jede Etage mindestens ein AP. Aber es hängt eben auch stark von Grundriss, Fläche und nicht zuletzt Beschaffenheit des Gebäudes ab.


    - Wo diese am besten platzieren? Immer Decke Treppenhaus oder möglichst weit 'rein' in das Stockwerk / in die Zimmer?

    Ähnliche Antwort wie oben: Ohne nicht mindestens den Grundriss zu kennen, kaum sinnvoll zu beantworten. Zentral unter der Decke ist oft gut. Aber vielleicht gibt es ja auch Räume, in denen WLAN weniger wichtig ist, sodass man die Position eines AP auf deren Kosten und zugunsten eines anderen Raumes verschiebt.


    - Ist das mit PoE überhaupt eine gute Möglichkeit?

    Es ist bei Unifi nicht nur eine gute, sondern die einzige Möglichkeit. ;)

    WLAN-APs mit Stromanschluss gibt es (mit einer Ausnahme) nicht. Neben der typischen Lösung mit einem PoE-Switch gibt es auch noch den Weg der Stromversorgung von Geräten über PoE-Injektoren. Das ist nicht so "schön" und clean, auf der anderen Seite spart es etwas Geld.


    - Was brauche ich als Hardware.

    Neben den WLAN-APs mindestend einen Router und einen Switch. Diese müssen auch nicht zwingend von Ubiquiti sein, aber die Unifi-Serie spielt ihre Stärken erst so richtig aus, wenn es ein "sortenreines" Netzwerk ist.

    So lange Du noch keine Glasfaser hast, braucht es auch noch ein VDSL-Modem. Hier empfielt sich z.B. ein Draytek Vigor 167, man kann aber auch jedes andere nehmen oder übergangsweise bis zur Glasfaser eine alte Fritzbox vor den Unifi-Router hängen.

    Der kostengünstigste Einstieg bei den Routern wäre für Dich ein UCG-Ultra. Hier steckt der nötige Unifi-Controller mit in der Hardware und Du bekommst ein für das Geld extrem featurereiches und leistungsstarkes Gerät. Beim Switch kommt es ja zunächst mal vor allem auf die Anzahl der benötigten Ports an.

    Du könntest Dich jetzt noch fragen, ob Du alles in einen Netzwerkschrank bauen willst, dann könnten Geräte im 19"-Format interessant werden. Oder ob Du perspektivisch auch die anderen Produktbereiche von Unifi nutzen möchtest (Kameraüberwachung, smarte Türklingel etc.). In diesem Fall solltest Du als Router mindestens ein UCG-Max wählen, dies ist das kleinste Gerät, das mehr als nur die Netzwerkverwaltung unterstützt.

    Das beste wird sein, Du liest hier mal einige Threads und schaust mal bei Ubiquiti in den Store. Im Anschluss kann man dann hier sicherlich mit konkreten Fragen weitermachen.

  • Hallo, danke für die ersten Infos. Ich hab versucht über die Woche mal etwas mehr an Infos zu sammeln. Die Vermieter sind momentan nicht wirklich gewillt, was an der Lage zu ändern. Muss ich mit leben. Also mit möglichst wenig Kabelziehen, bohren etc. muss ich jetzt was ordntliches auf die Beine stellen. Unerwartet wird es jetzt doch etwas dringender, da meine Fritzbox anfängt seltsame Geräusche von sich zu geben. Ich befürchte also, dass die es nicht mehr lange macht.

    2.5GbE brauche ich aktuell nicht. Andere Features wie Kamera, Türklingel etc. sind auch nicht geplant. Es läuft also auf UCG-Ultra + Switch + APs raus. Ich habe mal die Grundrisse der vier Stockwerke angehängt.

    Keller: Der Hausanschluss ist im Raum 'Technik' an der bildoberen Außenwand. Da das Treppenhaus die einzige Möglichkeit ist, wie ich Kalbel legen kann muss ich da an der Decke rüber. Das geht aber ganz gut. Keller 2 braucht WLAN.
    EG: Komplett offen :) Das sollte also kein Problem sein.
    1. OG: Da ich nicht durch die Wände legen will, bleibt nur der Flur. Beide Zimmer brauchen WLAN.
    2. OG: Ebenso nur im Flur möglich. Jedoch ist der Giebel ausgebaut, also knapp 3,5m Deckenhöhe.

    So weit zu den Rahmenbedingungen. Jetzt meine Fragen:
    - Wäre es eine alternative statt 4x Decken APs, zwei Wand APs zu nehmen und jeweils im Treppenhaus zwischen Keller/EG und 1.OG/2.OG zu hängen? Oder ist das total sinnfrei? Dazu muss man jedoch sagen, dass das Treppenhaus so Metallstangen hat (siehe Bild im Anhang). Wäre das ein Problem?
    - APs an der Decke ist auch in Ordnung. Die Wände sind zum Glück nicht sonderlich Dick, nur durch die Decken kommt nichts. Was würdet als APs empfehlen, wenn die Durchdringung mit in betracht gezogen wird?
    - Kabel: Es soll ja auch bisschen nach was aussehen. Es gibt ja auch Flachkabel oder sehr dünne Netzwerkkabel. Sind diese eine alternative? Die Meinungen gehen sehr weit auseinander...

    Bin schon gespannt, wie es weitergeht! Danke :)

  • Dass es mit einem AP pro Stockwerk im Flur bei der Treppe ganz gut funktionieren sollte, würde ich schon annehmen. Um mögliche Nachteile durch die Metallstangen zu vermeiden solltest Du einfach so weit in den Flur hinein wie möglich, dadurch wird dann die Position des AP innerhalb des Stockwerks ja auch schön zentral. Nachteil dieser Herangehensweise: Optimales Signal hast Du nur dort, wo Du es im Alltag nichts brauchst. Aber dass 500 Mbit/s netto in den Räumen ankommen, ist zumindest nicht ausgeschlossen. Es hängt aber wirklich von vielen Faktoren ab, nicht zuletzt den Endgeräten und dem, was Deine Nachbarn WLAN-technisch so treiben.

    Wenn Deckenmontage möglich ist, würde ich zum U7 Pro oder U7 ProMax greifen.

    Flache oder dünne Netzwerkkabel sind nicht per se ein Problem. Gigabit Ethernet ist diesbezüglich auch noch relativ genügsam. Du solltest nach Möglichkeit keine komplett ungeschirmten Kabel (U/UTP) einsetzen, wobei auch mit solchen wohl in den meisten Fällen keine Probleme zu erwarten sind. Die qualitativ besten Kabel haben eine Schirmung S/FTP (die noch stärkere SF/FTP-Schirmung ist in der Praxis selten). Flachkabel kann man gut als U/FTP-Variante kaufen, das sollte in den allermeisten Fällen problemlos funktionieren.

    Ich habe Flachkabel auf Fußleisten verlegt, das fällt so gut wie gar nicht auf:

  • So langsam habe ich einen Plan. Komponenten siehe Screenshot. So soll es aussehen:
    Im Technikraum wird der Anschluss sein. Von da aus ein Kabel in den hinteren Kellerraum. Ein zweites Kabel durch das Treppenhaus auf Höhe der Decke EG. Dort dann der Flex Switch und von da aus weiter in die vier verbleibenden Räume. Die CGW keinen PoW hat die beiden Injektoren. Mit den richtigen Kabeln sollte ich dann ganz gut in die Räume kommen. Die Türstöcke kann man einseitig abziehen und da ist Platz zum verlegen.

    Ist das ein solider Plan oder irgendwelche No-Gos oder Verbesserungen?

  • schaut aus meiner Sicht passend aus. Nur ein Kommentar: Wenn du an den Switch 4x U7 Lite hängen willst, wo ich von deiner Aufzählung ausgehe, kommst du rein von den technischen Daten nicht hin.

    Der U7 Lite hat bis zu 46W PoE Budget, 4x U7 Lite (je 13W) ergeben 52W also mehr als das Budget.

    Sollte wahrsch. keine Probleme geben, da die angegebenen 13W das maximale sind. Ich habe z.B. einen U7Pro auch schonmal mit PoE Injektor anstat PoE+ verwendet. Aber gerade wenn du dir das nun neu anschaffst ggf. gleich einen Switch größer nehmen. Einen der APs über einen weiteren Injektor direkt von der UCG anzufahren wäre auch noch einen Option wenn es keinen größeren Switch gibt, welcher selbst per PoE bedient werden kann (und dir das wichtig/ nur so baulich möglich ist).

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