LAN Kabellänge - Verstärker

  • Servus,

    vor Jahren wurde mal ein LAN Kabel verlegt - keine Ahnung wie alt und lang im Detail. Ich muss halt das Nebengebäude versorgen.

    Ich tippe auf ein Cat 6 mit einer Länge von 120 - 150m. Man kann kein neues verlegen oder tauschen, alles ist verbaut inzwischen. KEINE Chance.... :-(

    Problem - Geschwindigkeit fällt immer wieder von 1000Mbit auf 100Mbit zurück. Erst wenn ich den Unifi Switch boote habe ich wieder 1Gbit, aber max 12h.

    Idee: Eine Art LAN Repaeter um das Signal zu verstärken.

    Leider finde ich nichts passends um es mal zu testen. Ist halt auch die Frage ob es überhaupt helfen würde.


    Hat da jemand Erfahrung oder eine Idee - Danke ?

  • Die Spezifikation für 1 GBit/s-LAN liegt bei max. 135 m. Allerdings hat sich in der Praxis gezeigt, dass es eher nur 100 m sind und dies auch nur bei "guten" Kabel. Du wirst also es nicht stabil hinbekommen. Du müsstest halt auf halber Strecke eine Switch/Hub dazwischen schalten, was vermutlich ja nicht funktioniert.

  • Auf solche Längen wird das wohl nichts mit CAT Kabeln ohne einen Switch dazwischen. Keine Chance

    Mein Netzwerk

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  • Zu beachten ist auch, dass es sich bei den Angebaben zur maximalen Länge um die Gesamtstrecke des Kabelweges zwischen zwei aktiven Geräten handelt. Patchkabel müssen also immer mit einberechnet werden, was die Reichweite des Verlegekabels weiter reduziert.

    Für Dein konkretes Problem könntest Du noch prüfen, ob sich die Situation mit hochwertigen Patchkabeln etwas bessert grandor , auch wenn die Wahrscheinlichkeit gering ist, dass sich etwas ändert. Falls nicht sowieso schon gute Kabel im Einsatz sind.

  • Hi,

    also ein Verstärker bringt nix meint Ihr. Hatte die Idee so ein zu kaufen:

    TRENDnet TPE-E110 Gigabit PoE / Repeater mit Netzteil.


    Werde mal an beiden Seiten das Kabel von der Wanddose - Switch gegen ein aktuelles CAT8 tauschen. Ist aber nur 1m Kabel von Dose zum Switch.

    Nutze bis Dato CAT7 Kabel ohne Probleme.

    Werde berichten....

  • Man könnte auch mal auf einer Seite ein Patchkabel ohne Schirmung testen. Da es 2 verschiedene Gebäude sind, wird es einen Potentialunterschied geben!

    Könntest du da mal bitte etwas genauer drauf eingehen? Habe schon verschiedentlich gelesen, daß geschirmte Kabel mehr Probleme verursachen als verhindern können, verstehe aber nicht weshalb.

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  • daß geschirmte Kabel mehr Probleme verursachen als verhindern können, verstehe aber nicht weshalb.

    Das ist zu pauschal und falsch.

    Aber wenn du zwei Gebäude verbindest kann es Potentialunterschiede geben. Also einfach gesagt hast du zwischen dem Nullleiter in Gebäude A und dem in B eine Spannung. Dur Kebelschirmung vom LAN Kabel ist (ggf.) auf beiden Seiten mit Erde (Schutzleiter) verbunden. Und Schutzleiter und Nullleiter sind im Normalen Stromnetz auch verbunden.

    Lange Rede. Über den Schirm fließt ggf. ein Ausgleichsstrom aufgrund derPozentialunterschiede. Das kann die Datenübertragung beeinträchtigen.

    Grundsätzlich ist der Schirm aber gut, sinnvoll und nötig. Also nicht einfach weg lassen.

  • Hi,

    hab mal CAT8 Kabel und neue Dosen bestellt. Kabel ohne Abschirmung kann ich ja selber basteln.

    Leider weiß keiner mehr genau wo die Kabel verlaufen, um mal eben ein Switch dazwischen zu setzen. War alles vor meiner Zeit.

    Das mit den PoE GIGA Network Switchen behalte ich mal auf der Liste - kostet halt nochmal 260€.


    Danke für die Tipps....

  • Prinzipiell sind die Datenkabel geschirmt um Elektromagnetische Störungen zu vermeiden. Dazu ist der Schirm immer auch auf dem Patchfeld, den Datendosen und den RJ45 Steckern eines Patchkabels (es gibt auch ungeschirmte Patchkabel, erkennbar daran, dass diese komplett aus Kunststoff sind ohne Metallumrandung). Im Normalfall sollten die Patchfelder am Potentialausgleich der Gebäudeelektrik hängen, was dem Potential des Neutralleiters des Stromnetzes entspricht. Am Potentialausgleich sollen lt. VDE alle elektrischleitenden "Netze", also Wasserleitung, Heizung, Datenkabel, Sat-Kabel usw. angeschlossen werden. Das hat einfach den Hintergrund, dass diese Systeme dann kein unterschiedliches elektrisches Potential haben können, was einer Spannung entspricht. Das könnte dazu führen, dass man einen Stromschlag bekommen könnte wenn man einen oder mehrerer dieser "Netze" berührt.

    In großen Gebäuden (mit verschiedenen Hauptverteilungen) oder bei verschiedenen Gebäuden, tritt oftmals aber schon so ein Potentialunterschied auf. Bedingt durch unterschiedliche Leitungslängen oder bei verschiedenen Gebäuden durch unterschiedliche Erdungspunkte. Das sorgt also dafür, dass bei einem Netzwerkkabel an unterschiedlichen Enden unterschiedliche Potentiale sein können und somit fließt ein Strom über die Schirmung.

    Innerhalb eines Gebäudes kommt das nicht so oft vor. Zwischen 2 verschiedenen Gebäuden recht häufig, darum sollte man dort möglichst auch LWL verlegen. Je nach Potentialunterschied ist der Strom höher oder niedriger und kann stören oder auch nicht. Im Laufe der Zeit habe ich zweieinhalb Auswirkungen gesehen.

    1. Kein Link zwischen Netzwerkkomponenten oder nicht die zu erwartende Geschwindigkeit. Dies sehr gerne bei langen Kabeln, da dann das eigentliche Signal auch deutlich schwächer auf dem Kabel ist.

    und 2. bei diversen PCs hat das Bild des Displays (VGA Zeiten) eigenartig geflimmert, das Netzwerk ging normal. Netzwerkkabel ab - Flimmern weg, ungeschirmtes Kabel dran - Flimmern weg und Netzwerk geht.


    Elektrisch andere Probleme kann es dann wohl auch noch geben. Unifi hatte auch mal Accesspoints mit Produktionsfehler (waren das die ersten U6-Pro???) die liefen mit geschirmten Kabeln nicht hoch und wenn doch dann zeigten die Switche eigenartige POE Verbräuche. Mit ungeschirmten Kabeln liefen die meistens völlig unauffällig. Was da der genaue Fehler war, weiß ich aber nicht. Dürfte aber nichts mit dem Potential zu tun gehabt haben.


    Edit: Wenn der Schirm im Kabel auf einer Seite durchverbunden ist, dann funktioniert der Schirm auch noch recht gut, es kann aber kein Strom fließen. Daher haben ja kurze ungeschirrmte Patchkabel auch keinen massiven Impact auf die Qualität eines ansonsten vom Patchfeld zur Dose geschirmten Links.

  • Sondern in konsequent nur auf eine Seite so auflegen, dass er auf Masse/Erdung liegt.

    Könnte man das am einfachsten bewerkstelligen wenn man mit Keystone Modulen arbeitet indem man darauf achtet, auf einer Seite ein Plastikmodul zu verwenden?

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  • Könnte man das am einfachsten bewerkstelligen wenn man mit Keystone Modulen arbeitet indem man darauf achtet, auf einer Seite ein Plastikmodul zu verwenden?

    Die Keystone Module ganz normal beschalten. Die gibt es meines Wissens nach auch nicht ohne Schirm und bei den mir bekannten Modulen dürfte es auch äußerst schwierig werden den Schirm nicht aufzulegen. Das hätte auch zur Folge, dass die Beschaltung dann eben wegen fehlender Schirmung keine aktuelleren CAT Standards erfüllt und man dementsprechend auch niemals eine saubere Leitung messen kann, weil der Schirm fehlt.

    Du nimmst dann einfach auf einer Seite, also am Patchfeld oder an der Dose ein nicht geschirmtes Patchkabel, am besten das kürzere Kabel von beiden. Das verhindert dann halt dass der Strom z.B. über den Netzwerkkartenanschluss "in den" PC fließt.

    Das Problem tritt aber im Normalfall nicht extrem häufig auf und schon gar nicht wenn es sich um ein Einfamilienhaus oder ähnliches handelt. Falls doch, dann stellt sich die Frage ob die Elektroinstallation grundlegend in Ordnung ist oder ob da nicht doch der Potentialausgleich fehlt oder fehlerhaft realisiert ist. Und selbst dann muss das Problem nicht auftreten ... ich habe schon viele Datenschränke gesehen, bei denen die Leitung zur Potentialausgleichschiene ganz fehlte oder aber schlicht unangeschlossen auf, unterm, neben, im Datenschrank rumlag.

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