XGS-PON Modul in SFP+ Port (Unifi Cloud Gateway Fiber)

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  • Hallo zusammen,

    Nachdem ich mein UCG Fiber (IP 192.168.211.1) erfolgreich hinter meiner Fritz!Box 5530 Fiber (IP 192.168.210.1) ohne doppeltes NAT am laufen habe wollte ich den nächsten Schritt einleiten. Gestern kam mein Yunvo XGS-PON Modul mit 8311 Firmware an. Also hin zum UCG, PPPoE Daten eingegeben und das Modul in den SFP+ WAN Port gesteckt. Laut Internetanbieter ist nur der PPPoE Benutzername und das Kennwort erforderlich. Soweit so gut, dann noch die Glasfaserleitung eingesteckt und ......... Nix Verbindung :(. Das hatte ich nach den Schilderungen im Forum schon fast so erwartet. Also hab ich die Fritz!Box wieder angeschlossen.

    Als nächstes wollte ich auf die Weboberfläche des PON Modul (IP 192.168.11.1) schauen. Also Hab ich das Modul im SFP+ Port belassen, der als WAN2 konfiguriert ist und habe eine statische Route eingerichtet.

    Leider erreiche ich das Modul unter der IP nicht. Ein Ping auf 192.168.11.1 gibt auch keine Antwort.

    Das fühlt sich jetzt nach technischem KO in der ersten Runde an. Das hatte ich mir wohl zu einfach vorgestellt.

    Hab ich einen grundsätzlichen Denkfehler oder wo könnte der Fehler liegen, Ich müßte doch jetzt das Modul über die Weboberfläche erreichen können.

  • Vielleicht hilft es ja noch jemandem.

    Nachdem ich für den WAN2 Port die PPPoE Daten entfernt habe und eine statische IP eingegeben habe komme ich zumindest schonmal auf die Web Oberfläche des Moduls.

    Kurze Zusammenfassung:

    1. SFP+ Port 7 des UCG Fiber als WAN2 definiert.

    2. Statische IP vergeben.


    3. Statische Route vergeben wie bereits oben beschrieben

    4. Web Oberfläche über 192.168.11.1 aufrufen

  • Der entscheidende Punkt ist, deine neue SFP-MODUL hat eine andere Modem-ID. Diese ist für die Kommunikation zum Provider entscheiden. Dieser verschlüsselt deine Daten auf Basic der Modem-ID.

    Ich komme ja jetzt auf das Webinterface des PON mit der 8311 Firmware da kann ich so einiges ändern.

    Problem ist, daß die Stadtwerke Langenfeld mir ständig was anderes erzählen. Ich würde mal sagen, daß man Null Interesse hat, daß der Kunde was anderes als die Fritz!Box verwendet.

    Letzte aussage war, daß keine MAC Adresse oder Modem ID benötigt wird sondern nur die PPPoE Daten. Davor hat man mir gesagt ich solle einfach das Fritz! Modul im Cloud Gateway verwenden, was ja definitiv nicht geht.

    Die Fritzbox habe ich selber gekauft, die kommt nicht vom Provider. Das Fritz!-XGS-Modul von AVM habe ich allerdings vom Provider bekommen.

  • Also bei PON, egal welchen Level, wird immer die Modem-ID benötigt. PON funktioniert so, dass alle Daten aller Nutzer, die an einem Baum hängen (bis zu 64) an alle verschlüsselt gesendet werden. Das PON-Modem ist dafür zuständig aus diesem Datenstrom die Daten zu entschlüsseln, die für deinen Anschluss gedacht sind. Diese Verschlüsselung basiert auf dem Kontakt zu dem richtigen Modem. Somit muss der ISP die Modem-ID kennen.

    Da du auf das Webinterface des SFP-Moduls kommst, trage dort doch einfach die Modem-ID aus der Fritz-Box ein.

  • Also bei PON, egal welchen Level, wird immer die Modem-ID benötigt. PON funktioniert so, dass alle Daten aller Nutzer, die an einem Baum hängen (bis zu 64) an alle verschlüsselt gesendet werden. Das PON-Modem ist dafür zuständig aus diesem Datenstrom die Daten zu entschlüsseln, die für deinen Anschluss gedacht sind. Diese Verschlüsselung basiert auf dem Kontakt zu dem richtigen Modem. Somit muss der ISP die Modem-ID kennen.

    Da du auf das Webinterface des SFP-Moduls kommst, trage dort doch einfach die Modem-ID aus der Fritz-Box ein.

    Diverse Nervenzusammenbrüche später kann ich vermelden, daß die Kombination aus UCG Fiber und Yunvo XGS-PON im Glasfasernetz der Stadtwerke Langenfeld funktioniert. 8)

    Nachdem ich die IP Adresse des PON Moduls auf mein Netzwerk angepasst habe und die Modem ID sowie die Vendor ID von AVM eingegeben habe, hat es dann mit der PPPoE Einwahl funktioniert. Die anderen Parameter habe ich so belassen wie sie standardmäßig in der 8311 Firmware des PON Moduls vorgegeben sind.

    phino Danke für die Erklärung.

    Schade, daß einem die "Fachleute" des ISP erstmal eine falsche Info bezüglich der Modem ID gegebenhaben.

  • Ich hab keine öffentliche IP. VLAN hab ich nichts eingetragen. Habe gerade mal gegoogelt. Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe spricht eine vom ISP zugewiesene IP zwischen 100.64.xxx.xxx und und 100.128.xxx.xx für ein CGNAT. Dann wäre es in meinem Fall ein CGNAT. Wie finde ich raus ob die Stadtwerke IPv6 unterstützen?

    Sorry wenn ich mich da nicht sehr geschickt anstelle ist Neuland für mich.

    Ich beschreib mal den ganzen Vorgang:

    Fritz!Box hab ich selber gekauft, kam also nicht vom Anbieter. Nachdem ich die Box hatte hab ich mich bei den Stadtwerken gemeldet und gefragt welches Modul ich aus dem Lieferumfang verwenden soll.

    Antwort der Stadtwerke: Wir aktivieren den Zugang und schicken Ihnen einen XGS-PON Modul (nicht im Lieferumfang der Box), ein Anschlußleitung und die Zugangsdaten zu. Geliefert wurde dann das XGS PON Modul mit Glasfaserkabel und Info zu PPPoE Benutzername und Kennwort und die Info an welcher Glasfaser ich mich anschließen sollte.

    Die Modem ID der Fritzbox hab ich nicht aktiv registriert oder den Stadtwerken mitgeteilt. Ich hab einfach dir Fritz!Box angeschlossen PPPoE Daten eingegeben alles ca. 15min gewartet und alles lief alles mit der Fritz!Box.

    Wenn du einen Link zur Datenbank postest schaue ich mir das gerne mal an.

  • Übersicht VLAN-IDs und Einwahlkonfigurationen verschiedener Anbieter - Glasfaserforum.de - Das Informations- und Hilfeforum rund um das Glasfaser-Internet.
    Hier ist eine Übersicht der bekannten Glasfaseranbieter und der jeweiligen technischen Konfiguration. Dies ist natürlich nicht vollständig und kann Fehler…
    www.glasfaserforum.de

    Es gibt einen Moderator, der es übernimmt. Ich habe deine Daten auf Seite 6 geschrieben.

  • Gab noch Fragen vom Moderator:
    Langenfeld im Rheinland? Hast du noch Infos zu Dual Stack/CG-NAT und in welchem Netzwerk der Kunde tatsächlich landet?
    Also was der Speedtest anzeigt oder wie der ISP laut ipinfo.io heißt?

    Ob IPv6 (Dual-Stack) gibt siehst du wenn du in dem Bereich der Zugangsdaten ganz runter scrollst und IPv6 Confik auf DHCPv6 oder SLAAC stellst.

    Dann dauert es etwas und du siehst dies in der Übersicht.

  • Bin gerade etwas unter Zeitdruck daher nur ganz kurz:

    Langenfeld Rheinland stimmt. Der ISP ist wohl die Tele AG zumindest sehe ich das im UCG und beim Speedtest.

    Ich vermute mal, das es Dual Stack ist. Wenn ich SLAAC aktiviere bekomme ich eine IPv6 Adresse angezeigt.

    Allerdings war die Internetverbindung dann weg. Ich hab dann erstmal schnell zurückgestellt weil ich gerade keine Zeit für Experimente habe.

    Vielleicht hast du in einer anderen Sache noch einen Tip für mich?

    Ich habe ja die IP des PON Moduls geändert, so daß ich im SFP Port ohne Statische Route aus meinem Netz auf den Stick zugreifen kann. Da das Modul vorher in einem anderen Subnetz war, hatte ich hier auch ein Problem beim Verbindungsaufbau zum Internet vermutet. Nachdem sich das Modul nun erfolgreich mit dem Internet verbunden hat (Jetzt natürlich im WAN Port) kann ich die Web-Oberfläche nicht mehr erreichen obwohl das Modul ja im selben Netz befindet wie das UCG. Ich hatte eigentlich erwartet, daß ich im laufenden Betrieb mit Internetzugang trotzdem auf das Modul komme.

    Ist das ein normales Verhalte?

  • Dies kann ich so nicht sagen für dieses Modul. Bei meinem "alten" Modul von Luleey geht es auch nicht wenn die Glasfaser aktiv ist. Bei den neuen mit DDM soll es gehen. Bei Zyxel-Modul (Telekom) ging es auch, dass hatte aber damals Aussetzer weil die Treiber in UnifiOS schlecht waren.

    Aber eigentlich egal. Wenn GF läuft, läufts, gibt es keine Einschränkungen wie bei DSL mit Dämpfung. Braucht man nichts beobachten ;)

  • Wenn du Zeit hast, kannst du mal in deinem LAN-Netzwerk IPv6 einschalten. Kannst ja ein extra LAN/VLAN anlegen zum Testen.

    Ich habe bei Glasfaser nur IPv4, aber beim Mobilfunk geht IPv6, damit teste/spiele ich gelegentlich.

    IPv6 ist für dich interessant, weil bei CGNAT (du bekommst nur private IPv4 aus dem 100.er Netz) VPN nur sehr umständlich zu lösen ist. Dies kann ja mal für Homeoffice wichtig sein. Und da ist dann IPv6 die Lösung.

  • Ich hab jetzt nochmal wegen Dual Stack bei den Stadtwerken nachgefragt. Das hat meine Verwirrung jetzt vollendet.

    Folgende Antwort habe ich bekommen:

    Kunden haben automatisch eine IPv6 Adresse.
    Es kann auf eine dynamisch öffentliche IPv4 Adresse (kostenlos) oder eine feste IPv4 (kostenpflichtig) gewechselt werden. IPv6 und IPv4 wird auch als Dual-Stack angeboten.

    Warum bekomme ich denn dann eine 100.77.xxx.xxx IPv4 Adresse angezeigt und keine IPv6 Adresse?

  • Wie ich vermutet habe, hast du Dual-Stack und nicht DS-Lite. Schon mal ein Pluspunkt.
    Öffentliche IPv4-Adressen sind begrenzt. Daher wird schon seit einiger Zeit gegenüber dem Endkunden, besonders im Mobilfunk, CGNAT eingesetzt. Dies sind dann meistens aus dem Bereich 10.x.x.x oder 100.x.x.x. Dazu gibt es immer IPv6.
    Dass sie dir eine zwar dynamische, aber öffentlich IPv4-Adresse anbieten, ist positiv. Dies hat einige Vorteile bei VPN-Verbindungen oder Zugriff von Unterwegs auf SmartHome. Viele andere ISP wollen dafür Geld. Eine feste IPv4-Adresse ist im Endkundenbereich sehr selten, braucht man nicht wirklich, wenn man keine Gaming- oder Mailserver betreiben möchte.


  • Dass sie dir eine zwar dynamische, aber öffentlich IPv4-Adresse anbieten, ist positiv. Dies hat einige Vorteile bei VPN-Verbindungen oder Zugriff von Unterwegs auf SmartHome.

    Sorry wenn ich so blöd nachfrage. Ich sollte also darum bitten auf die kostenlose dynamisch öffentliche IPv4 Adresse umzustellen?

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