Hallo!
Ich betreue das Netzwerk in einem selbstverwalteten Genossenschaftsbau (frühere Fabrik) mit 22 Wohnungen und 4 Ateliers, Gemeinschaftsraum und Gästezimmer. Unsere Netzwerk-Architektur sieht so aus:
- 1GB-Glasfaser-Anschluss
- Fritz.Box 5530 fiber als Router
- 2 "802.3at/bt PoE Gigabit Switches" von Unifi mit je 48 Anschlüssen
- Von da aus je 3 LAN-Kabel (CAT7) in jede Wohnung, je 2 LAN-Kabel in die Ateliers, 2 LAN-Kabel in den Gemeinschaftsraum, 1 LAN-Kabel ins Gästezimmer
- Je 1 "UAP-AC-PRO" AP von Unifi in jeder Wohnung, jedem Atelier, Gemeischaftsraum und Gästezimmer
- Nach Wunsch für jede Wohnung und Atelier noch einen "USW-Flex-Mini"-Switch (5 Anschlüsse) von Unifi
- Unifi-Controller auf PC, separat an Fritz.Box angschlossen (LAN1).
- insgesamt ca. 50-60 angeschlossene Geräte
Die Anlage lief jetzt seit Herbst 2023 stabil.
Letzte Woche stieg die Fritz.Box aus. Heute kam die neue, und ich wollte sie gleich anschließen. Ich habe die alte Fritz.Box abgehängt, die neue gestartet, den PC angeschlosssen, über Fritz.Box-Interface unsere Adressräume eingegeben, Fritz.Box neu gestartet. Alles lief normal, der PC hatte Internetzugang. Dann habe ich die beiden 48er-Switches angehängt, mit all den bisher angeschlossenen Kabeln und Geräten. Die Fritz.Box verlor den Internet-Zugang, das Fritz.Box-Interface verfiel in Warte-Modus (kreisendes Warteicon, "http://fritz.box/#/404") und blieb so, bis ich aufgab. Als ich die Switches wieder von der Fritz.Box entfernt und diese neu gestartet hatte, lief sie wieder.
Dann habe ich die Kabel aus den Switches abgezogen und nur die Switches an der Fritz.Box angeschlossen. Das funktionierte. Als ich dann begann, die LAN-Kabel wieder einzustecken, stieg nach einer Weile das Fritz.Box-Interface wieder aus wie vorher. Zuvor war mir aufgefallen, dass die Fritz.Box Geräte anzeigte, die gar nicht angeschlossen waren, auch mit MAC-Nummern, die bei uns gar nicht vorkamen.
Alles wieder zurück und Neustart der Prozedur. Diesmal ließ ich mir mehr Zeit nach dem Anschluss einzelner Kabel/Geräte und legte Wert darauf, sie im Fritz.Box-Interface richtig zu konfigurieren und zu kontrollieren, ob sie korrekt angezeigt waren. Das ging einigermaßen, brauchte aber viel Zeit. Die seltsamen, nicht angeschlossenen Geräte tauchten auch wieder im Fritz.Box-Interface auf. Nach einer Weile wurde ich ungeduldig und steckte etliche LAN-Kabel direkt nach einander in den Switch, und wieder stieg die Fritz.Box aus.
Am Ende für heute habe ich wieder die meisten LAN-Kabel abgezogen, bis auf ca. 10, die ich zuvor schon konfiguriert hatte (u.a. die in meiner Wohnung, denn wir wollten endlich wieder Internet + Festnetz + TV haben). Das hat zum Glück geklappt, ohne dass die Fritz.Box wieder ausstieg. Die Frage ist, wie ich morgen weitermache. Ich könnte die Switches wieder in Werkszustand versetzen und die gesamte Architektur neu aufsetzen, auch wenn die angeschlossenen Geräte (v.a. APs und MiniSwitches) weitgehend gleich geblieben sind. Das würde allerdings sehr viel Zeit brauchen. Deshalb würde ich das sehr gern vermeiden.
Meine Fragen:
- Was läuft falsch, dass die Fritz.Box immer wieder aussteigt?
- Ist sie "überfordert", wenn ich zu schnell zu viele Geräte anschließe?
- Oder "funken" mir die schon konfigurierten Switches dazwischen, die die Geräte ja schon "kennen"?
- Kann es sein, dass die Fritz.Box zu klein/schwach ausgelegt ist für unsere Anlage (wobei die erste Fritz.Box immerhin 22 Monate anstandslos lief)?
Ich selbst bin interessierter Laie, der sich inzwischen einiges Erfahrungswissen angeeignet, aber keinen vertieften technischen HIntergrund hat. Bei der Planung und Einrichtung wurden wir von einem Fachmann unterstützt, der aber nicht vor Ort ist.
Vielleicht hat jemand eine hilfreiche Idee? Auf jeden Fall danke für Antworten!