Kaufberatung bzw. Troubleshooting wegen Cloud Gateway / Express 7

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  • Hallo!

    Ich wende mich an euch, weil ich gestern Abend bei der Einrichtung des Unifi Express 7 schier verzweifelt bin.

    Ich besitze seit 2016 Access Points von Unifi, 2x Access Point AC Lite aus 2016. Mein Haus hat Keller, EG, 1. OG und 2. OG und ist vom Grundstück ein langer Schlauch von über 20m länge, aber nur 5m Breite. Ich muss wegen diverser Geräte alle Stockwerke inkl. Keller sowie Garten und Hofeinfahrt (Wallbox) mit WLAN versorgen. Bisher war ein AP im Keller bzw. jetzt EG und einer im Dach. Die Verbindung zur Wallbox war schlecht und im Garten gab es kein Signal, die Kellerdecke wurde zwischenzeitlich gedämmt und das Signal war somit wieder schlechter. Bei der Neueinrichtung der AC Lite APs um die Verbindungen mal ansehen zu können hieß es in der Unifi App ich habe kein Cloud Gateway, weshalb Mesh und die meisten Funktionen nicht richtig funktionieren.

    Deshalb habe ich das Unifi Express 7 gekauft, weil es meinen Anforderungen entsprach, dachte ich. Das integrierte WLAN brachte einen zusätzlichen AP und es hieß, dass ich man bis zu 30 Unifi Geräte daran anschließen und verwalten lassen kann und ich somit meine alten APs weiterverwenden kann.

    Die Einrichtung des Express 7 hat auch super funktioniert, aber es hat die AC Lite APs nicht erkannt. Die alten APs waren aber nicht per Ethernet Kabel mit dem Express 7 verbunden. Als ich eins verbunden habe, wurde es nach einigen Versuchen erkannt und konnte eingebunden werden, auch wenn in der App trotz "Bereit für die Einrichtung" ständig die Fehlermeldung kam "Unifi-Cloud-Gateway nicht erkannt". Nach einer Zeit wurde er aber erkannt, als ich das Kabel eingesteckt habe. und es hieß dann "Wird verwendet", bis es später auf "Online" wechselte. Die App zeigte mir trotzdem ständig an, dass ich kein Cloud Gateway eingerichtet hätte.

    So wie ich es mir jetzt zusammengereimt habe: Das Unifi Express 7 kann also wegen der 2 Ports nur mit einem AP verbunden werden, sehe ich das richtig? 1 Port ist ja für die eigentliche Internetverbindung des Express 7, und einer ist dann zusätzlich da. Können die alten AC Lite mit dem Express 7 überhaupt richtig zusammenarbeiten, und hätte ich beim Express 7 extra etwas einstellen müssen, damit es als Cloud Gateway funktioniert, oder ist das automatisch so?

    Und jetzt noch konkreter: Falls das Express 7 nicht mit mehr als 1 AP benutzt werden kann, zu was würdet ihr mir raten?

    Meine damalige Alternative war das Cloud Gateway Ultra und ein AP wie den AC7 Lite. Gibt es eine sinnvollere Lösung? Gibt es Preis/Leistung einen besseren AP als AC7 Lite, der große Distanzen abdecken kann?

  • Ich befürchte dass dein Problem grundsätzlicher Art ist mit den AC Lite(WiFi 5). Diese hängen bei der Firmware 6.x von vor einem Jahr. Aktuelle AP haben die Version 7.x oder gar 8.x.

    Unabhängig davon sind die neuen Standard WiFi 7 deutliche Weiterentwicklung hinsichtlich Performance insbesondere umso mehr Clients dazu kommen.

    Die Lite-Version haben auch die einfachste Antennen-Ausstatung.

    Unabhängig davon ist ein Mesh Betrieb gerade bei UNIFI eine Notlösung.

    Ich glaube, dass du nach 9 Jahren auch über eine Erneuerung von den APs nachdenken musst. Aber von den Lite-Version würde ich abraten.

  • Hey,

    vielen Dank schon einmal für die Antworten! Ich denke, dass ich Mesh falsch beschrieben habe. Alle APs hängen an einer Netzwerkdose, die im Keller per Patchfeld und Netgear Switch verbunden sind. Ich hatte mich damals für Unifi entschieden, weil es hieß, dass dieser "Handshake" und das Herumreichen zwischen den Geräten eben so reibungslos funktionieren würde.

    Ich betreibe eine Fritz Box als Router, von dem ein Kabel in den Netgear Switch geht und dort sind alle anderen Geräte angebunden. So war auch der Express 7 per Kabel im WAN Port zum Switch verbunden und die AC Lite APs dann eben auch per Kabel im Switch. Funktioniert denn jeder Switch, oder muss es für die Einbindung von Unifi Access Points auch ein Unifi Switch sein?


    Ich glaube, dass du nach 9 Jahren auch über eine Erneuerung von den APs nachdenken musst. Aber von den Lite-Version würde ich abraten.

    Welchen würdest du dann empfehlen? Ich bin aktuell wegen eines Umbaus im Haus finanziell etwas limitiert. Wäre dann eine sinnvolle Budget Lösung, auf die U6 Geräte zu wechseln?

  • Also Express 7 per WAN in den Switch und die AP auch? Ne, das geht so nicht, dein Express wird die AP nicht finden da sie auf der LAN Seite sein müssen.

    Normal von Fritzbox in den WAN des Express und dort vom LAN in den Switch. Aber es müssen Netzwerke konfiguriert werden, also einfach Kabel verbinden und hoffen das es läuft ist nicht. Zusätzlich sollte dein Switch VLAN unterstützen und konfigurierbar sein, was dann aber unabhängig vom Express erfolgen muss, mit einem Unifi Switch würde die Konfiguration einfacher sein, da alles über eine Oberfläche eingestellt wird

    Mein Netzwerk

    WAN1: Vodafone Station im Bridge, Vodafone 1000/50

    WAN2: Fritzbox 7510, Telekom VDSL nur für Telefon Company Flex

    UDM Pro, USW Pro 24 Poe Gen2, US-24-250W, US-8, US-8-150W, US8-60W, USW-Flex, USW-Flex Mini, USW Ultra 210Watt, 5x UAP-AC-Pro, U7Pro, UAP AC M

  • Ich bin mir sicher, dass der Netgear, den ich auch vor 9 Jahren angeschafft habe, keine VLAN Konfiguration unterstützen wird.

    Ich bin aber ehrlich: 3 neue APs (U7 Pro dann?), ein Cloud Gateway Ultra und dann noch einen Switch sprengt mein Budget aktuell einfach völlig. Bevor ich jetzt das Express 7 aber zurückschicke, versuche ich erst einmal, WAN und LAN richtig per Kabel einzubinden und versuche dann noch einmal, ob es besser klappt. Er erkannte den Access Point auch erst, als ich ihn im LAN eingebunden hatte per Kabel.

  • Versuche es erstmal so, gut zum lernen. Bei einem Switch ohne VLAN wirst du aber nur ein WLAN aufspannen können, also mehrerer WLAN, wie zB Gast, iot etc. wird nicht gehen. Auch zu berücksichtigen wäre das WAN und LAN nicht im selben IP Bereich sein dürfen, also LAN 192.168.0.1/24 und WAN im selben geht nicht, möchtest du also die Fritzbox nicht anfassen so erstelle dir im Unifi Controller ein Netzwerk was nicht im selben IP Bereich ist, das Zurücksetzen der AP dabei ist dann auch nötig.

    Mein Netzwerk

    WAN1: Vodafone Station im Bridge, Vodafone 1000/50

    WAN2: Fritzbox 7510, Telekom VDSL nur für Telefon Company Flex

    UDM Pro, USW Pro 24 Poe Gen2, US-24-250W, US-8, US-8-150W, US8-60W, USW-Flex, USW-Flex Mini, USW Ultra 210Watt, 5x UAP-AC-Pro, U7Pro, UAP AC M

  • Ich habe jetzt noch einmal alles auf Werkseinstellungen zurückgesetzt und neu aufgesetzt und das Ganze mit einem AP probiert. Ich denke aber, dass die Access Points wohl zu alt sind dann. Bei "Bereit für die Einrichtung" kommt immer die Fehlermeldung, dass kein Gateway installiert wurde. Das Express selbst erkennt den AC Lite aber und sagt auch "wird verwendet", wird aber nur über WLAN und nicht "Kabelgebunden" aufgeführt, aber der AP bleibt bei einer weißen LED und die Signalstärke im Screenshot zeigt auch, das was nicht passt. Ich war 30cm davon entfernt.

    Danke nochmal für die vielen Tipps. Wenn ich es jetzt komplett neu aufsetze, würdet ihr mir also raten: 1x Cloud Gateway Ultra, 1x Poe Switch und 2x U7 Pro. Wie steht es um die um die In Wall Varianten? Die wären bei mir leichter machbar, weil ich die APs auf Bodenhöhe installieren muss.


    Warum hast Du eigentlich keine kabelgebundenen Access Points / Repeater für die FRITZ!box geholt?

    Ich habe vor 9 Jahren Unifi APs gekauft, weil es hieß, die seien den Fritz Varianten deutlich überlegen. Da war mir aber nicht klar, dass auch noch die ganzen Controller und Cloud Gateways gehören, und es hat jetzt ja 9 Jahre auch für meine Bedürfnisse gut funktioniert. Ursprünglich war jetzt auch gedacht, ein weiteres Gerät anzuschaffen. Fritz Box war nicht so viel billiger und es hieß immer, es sei einfach schlechter. Das war vor 9 Jahren der Grund.


  • Naja,


    letztendlich ziehlt jeder Hersteller darauf ab, es seinen Kunden im eigenen Universum gemütlich zu machen. Und ja - die Möglichkeiten von Ubiquiti/UniFi übersteigen die eines AVM/Fritzbox Kontextes.

    Wenn Du aber einfach nur besseres WLAN mit zentraler Verwaltung brauchst, wäre 1-2 AVM Repeater im Modus „LAN-Brücke“ (z.B. AVM 2400, ca. 90 EUR) zielführender und günstiger.

    Edited once, last by maxim.webster: FU auto-correct. (August 31, 2025 at 12:32 PM).

  • Ich habe vor 9 Jahren Unifi APs gekauft, weil es hieß, die seien den Fritz Varianten deutlich überlegen. Da war mir aber nicht klar, dass auch noch die ganzen Controller und Cloud Gateways gehören, und es hat jetzt ja 9 Jahre auch für meine Bedürfnisse gut funktioniert. Ursprünglich war jetzt auch gedacht, ein weiteres Gerät anzuschaffen. Fritz Box war nicht so viel billiger und es hieß immer, es sei einfach schlechter. Das war vor 9 Jahren der Grund.

    Die Situation vor 9 Jahren war schon so zutreffend. Damals war AVM für sein recht bescheidenes WLAN bekannt. Dies ist mittlerweile sehr viel besser geworden. Aber dies gilt natürlich auch für die 9 Jahre alten AP von Unifi. Den Mehrwert bei Unifi hat man durch die Möglichkeit, die WLAN zu strukturieren und ihnen verschiedene technische Eckdaten mitzugeben. Häufig sind Geräte wie Wallbox darauf angewiesen nur 2,4 GHz und WPA 2 nutzen zu können. Wenn man schon eine Mischung WPA 2/3 einstellt, stolpern diese Geräte. Dies gilt für die meisten IoT-Geräte (Rasenmäher, Wechselrichter etc.) Allerdings würde man dann die besseren Übertragungsparameter gegenüber neuen Handys oder Laptop beschneiden.
    Und da setzt Unifi mit dem gleichzeitigen Einrichten von verschieden WLAN ein. Leider geht dies damit einher, dass in deinem Netz VLAN möglich sein muss. Möglicherweise funktioniert es noch mit deinen Switch, weil er die VLAN-Tags vom Router zu den AP einfach nicht sieht und sie an alle weiterreicht. Aber dafür darf die Fritz!Box nicht mehr Router sein.
    Grundsätzlich sind All-in-one-Geräte mit WLAN schwierig aufgrund der Packungsdichte, egal ob AVM oder andere Hersteller.

  • Hallo,

    ich greife das jetzt nochmal auf, und möchte mich wirklich noch einmal für alles bedanken. Ihr habt mir heute so viele neue Sachen offenbart, ich habe Sachen um Netzwerk deutlich besser verstanden, und ihr habt dies auf eine sehr angenehme Art und Weise gegenüber mir als Laien gemacht.

    Ich habe jetzt einmal etwas bei AVM recherchiert. Meine aktuelle FritzBox ist eine 7360 und damit 12 Jahre alt. Die kann kein Mesh und kein Glasfaser, für das das Leerohr schon im Haus ist, und ist somit nicht zukunftsfähig. Wenn man also ehrlich ist, müsste ich eine neue Fritz Box kaufen und dann 2 AVM Repeater. Die Fritz Box 7690, die DSL und Glasfaser kann, kostet € 230 und die neu rauskommenden 2700 Repeater mit WiFi 7 kosten pro Stück UVP € 149.

    Da bin ich ehrlich, da ist der Unterschied pro AP zu einem U7 Pro jetzt nicht mehr groß und das Cloud Gateway Ultra kostet < €100, weshalb ich jetzt noch einmal eine letzte Frage habe.

    Wenn ich jetzt Tabula Rasa mache und alles komplett neu aufsetze, was würdet ihr mir als Budget Setup dann raten? phino hatte oben geschrieben, wenn man VLAN einrichten möchte, darf die FritzBox nicht mehr Router sein. Was wäre denn also eine Konfiguration ohne FritzBox, durch die ich dann auch bei der Umstellung auf Glasfaser vorbereitet wäre? Ich muss ja quasi das Modem ersetzen, das in den FritzBox Routern verbaut ist, richtig?

    Meine Anforderungen sind eben wie oben beschrieben.

    1. Haus ein langer Schlauch, Netzwerkdosen in jedem Stockwerk verfügbar.
    2. In meinem aktuellen 16 Slot Switch sind noch 2 Slots frei, der neue müsste also auch 16 haben, und das Cloud Gateway hätte dann ja noch ein wenig Puffer (wie z.B. das Cloud Gateway Ultra)
    3. 2 APs: U7 Pro oder U7 In Wall?

    Ich bedanke mich im Voraus für eure Hilfe.

  • Vorne weg. Wenn du auf Gf vorbereitet sein willst, ist es grundsätzlich schwierig, weil es keinen Router gibt, der GF und DSL kann.
    Bei der 7690 hättest du zwar ein DSL-Modem verbaut, aber bei Glasfaser benötigst du ein Glasfasermodem, an dem du dann die 7690 anschließt. Dies kann der ONT vom Provider sein.

    AVM hat in allen Boxen eine Telefonzentrale!

    Bei Unifi wäre die Alternative eine Cloud Gateway Ultra. Dazu benötigst du aber erst einmal ein DSL-Modem. Sehr verbreitet sind die Vigor 165/167 von DreyTek, die gibt es sehr günstig bei Kleinanzeigen, von denen die schon Gf haben. ;)
    Der Vorteil an dem Cloud Gateway ist, dass sie schnellere Ports hat als die 7690.

    Bei den AP sind wahrscheinlich die U7 Pro mit dem besten Preis-/Leistung. Man kann auch noch auf die U6 Pro ausweichen, gibt es aktuell meistens für 139 € bei Amazon.
    Bei den In WALL AP hast du den Vorteil, dass du keine Ethernet-Ports verlierst/bis 4x Switch.

    Apropo Switch, behalte doch ersteinmal den Alten und nehme z.B. einen Flex 2.5G PoE dazu.
    Du benötigst ja für die AP ja PoE-Strom. und möglicherweise kommt ja noch irgendwo eine AP oder Webcam mehr dazu. Der Flex 2.5G PoE hat 2x 10 GBit/s und 8x 2,5 GB. Damit bist du für die Zukunft in deinem Netz sehr gut aufgestellt.

  • Wenn du auf Gf vorbereitet sein willst, ist es grundsätzlich schwierig, weil es keinen Router gibt, der GF und DSL kann.

    Das stimmt nicht ganz, die Fritzbox 5690 Pro ist genau für dieses Szenario geeignet.

    Tatsächlich würde ich in einer Situation, in der Glasfaser "bald" kommt, wohl bis dahin noch die VDSL-Fritzbox vorschalten um kein neues Modem kaufen zu müssen. Sobald Glasfaser dann liegt, nimmt man ONT oder Medienwandler vom Provider oder kauft es sich notfalls für kleines Geld selbst. Mit der Glasfaser direkt in den Router zu gehen hat keinen nennenswerten Vorteil, aber kostet in aller Regel deutlich mehr, zumindest bei Unifi.


    Kreya : Du solltest Unifi immer über die Weboberflächen der Router einrichten, nicht über die App. In der App kann man zwischendurch mal nach dem Rechten schauen, wenn alles initial sauber eingerichtet worden ist, mehr würde ich darüber nicht tun.

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