Hallo zusammen
Ich bin neu hier und dachte mir, ich stelle mal mein im Frühjahr gelaufenes Projekt vor. So als softer Einstieg ins Forum...
Grund für den Umbau war ein Wechsel vom Kabelnetzbetreiber auf den nun endlich verfügbaren Glasfaseranschluss sowie die schlechte WLAN-Abdeckung bisher mit der Fritzbox. Ausserdem lagen in den Kabelkanälen noch Leitungen der Vorbesitzer, von denen ich nur eine vage Idee hatte, was sie machen
. Also alles raus und alles neu.
Ich habe dann relativ viel Zeit in die Planung investiert und mir auch diverse CAT7 Verlegekabel und Glasfaserleitungen in den Keller sowie in jeden Raum gelegt. Insgesamt kombiniert sicher über 800 m Ethernet und Glasfasern-Strippen.
Im Keller steht jetzt ein 21HE Serverschrank. Dort werkelt eine UDM-SE vor sich hin.
Die bekommt als WWAN Eingang 10Gbit/s Glasfaser (synchron, ohne XGS-PON und ohne CGNAT)
.
Von der UDM-SE geht es erst mal auf einen USW-Aggregation um aus einem 10G-Steckplatz acht zu machen.
Von dort zwei Glasfaserleitungen (AOC) hoch in die Wohnung:
- Eine geht zu einem USW Pro 8 PoE Switch, der diverse IoT Geräte verbunden hat, d.h. Raspi mit OpenHAB, Somfy Tahoma, Philips Hue Bridge, IP-Telefonie Gateway, etc.
- Die andere Leitung geht zu einem USW Pro Max 16 PoE im anderen Teil der Wohnung. Daran hängen diverse Geräte sowie ein U7-Pro und ein U7-Wall Access Point, die an gegenüberliegenden Enden der Wohnung positioniert sind und gemeinsam eine super Abdeckung auch durch Stahlbetonwände schaffen.
Direkt an der UDM-SE im Keller hängt noch ein älteres 2-bay Synology, das bald mal ersetzt werden muss. Das Rack hat ja noch Platz und der Aggregation-Switch hat auch noch SFP+-Ports frei. Bin nur gerade sehr unschlüssig, ob es wieder was von Synology werden wird, aber das ist ein anderes Thema...
Der ganze Kram ist stromseitig mit einer APC USV abgesichert, für denn Fall dass mal kurz der Strom weg ist.
Am 16-Port Switch hängen auch noch eine G6 Turret und eine AI 360° Kamera über PoE. Protect läuft auf der UDM-SE. Randbemerkung: Insbesondere die G6-Kamera hat mich mit ihrer Leistung ziemlich positiv überrascht.
Es funktioniert alles ganz recht zuverlässig und hat das auch auf Anhieb getan. Setup und Adoption gingen ziemlich problemlos.
Schwierig war vor allem das ganze Konzept zu überlegen und die Kabelführung zu planen. Glücklicherweise haben wir umlaufenden Kabelkanäle in der ganzen Wohnung.
Die beiden Access Points machen ihren Job sehr gut und wir haben mit den Mobilgeräten, die das technisch können, auch konsistent >1 Gbit/s über Wlan. Schockierenderweise habe ich in der Planungsphase festgestellt, dass wir 36 (!) Wifi-Geräte online haben. Naja, bei vier Leuten und Smarthome kommt auch was zusammen an Geräten. Diese gehen jetzt in Gruppen über vier separate SSIDs (die in separate Vlans führen) ins Netz.
Ich habe noch relativ viel mit der Zone-based Firewall und mit Vlans gebastelt, um bestimmte Gerätegruppen einzuschränken und gegeneinander zu isolieren. Auch das ging (nach ein paar Youtube-Videos) recht gut. Einzig die UDM-SE schafft mit IDS/IPS nur 3.5 Gbit/s Durchsatz, so dass ich das wieder ausschalten musste. Und die Festplatte in der UDM-SE habe ich etwas zu klein dimensioniert- das würde ich nächstes Mal anders machen.
Interessanter Nebeneffekt des Projekts: Ich kann jetzt Glasfasern spleissen ![]()
Kommentare? Anregungen? Fotos habe ich leider gerade nicht zur Hand, kann ich aber nachliefern.
Uff, das ist jetzt aber deutlich länger geworden als geplant. Danke für die Geduld beim Lesen.
Gruss,
JK