Tipps / Unterstützung beim EFH erbeten

  • Hallo zusammen,

    erstmal euch allen einen schönen Sonntag.
    Nachdem der Tag heute komplett verregnet war, habe ich die Zeit genutzt und mich mit dem Netzwerk in unserem Haus beschäftigt.

    Kurz zum Hintergrund:
    Wir haben das Haus vor ca. 8 Jahren gekauft und bezogen. Im Haus sind in nahezu jedem Raum RJ45 Doppeldosen installiert, deren Kabel in einen kleinen (geringe Tiefe) 19" Zoll-Schrank in der Speisekammer münden. Insgesamt sind im Haus 34 Netzwerkanschlüsse (über 2 Stockwerke inkl. Garage) verteilt. Aktuell sind diese über Patchfelder an einem 48Port Switch von Zyxel angeschlossen. Zusätzlich befinden sich noch 3 kleinere Switche als Unterverteilung im Büro, Garage, Carport.

    Das WLAN und der Zugang zum Internet basiert auf Produkten von AVM. Der DSL Zugang (Magenta 100MBit) wird über eine Fritz 7590 sichergestellt. Das zugehörige WLAN wird im Haus mittels 2 AVM Repeater (Fritz 2400) verteilt. Die Abdeckung als solches ist gar nicht so schlecht, allerdings haben meine Frau und ich immer wieder lästige und nervige WLAN Aussetzer auf unserem Handy & Tablet (Apple Produkte).

    Wo wollen wir/ich hin:
    Umbau der gesamten Netzwerk-Infrastruktur auf UNIFI.
    Wir hoffen dadurch eine bessere WLAN Versorgung und einen besseren Netzwerkaufbau (Gäste-WLan) realisieren zu können.
    Auch Themen wie Firewall, Wireguard etc. möchte ich Step-by-Step angehen in diesem Kontext.

    Da unser Sohnemann nächstes Jahr 10 wird, möchten wir auch final ein PiHole o. Adguard integrieren um hier mit weiteren Blocklisten etc. arbeiten zu können.
    Ein zentrales NAS + Proxmox-Server ist ebenfalls vorhanden (aktuell nur 1G Netzwerkkarten)

    Kameras sind nicht geplant, da keinerlei Kabel dafür vorgesehen und gezogen wurden.

    Von der Hardware war die Überlegung in folgende Richtung zu gehen:

    • Telekom SPEEDPORT als Modem
    • Cloud Gateway Fiber (Glasfaser könnte in den nächsten 12-18 Monaten kommen)

    Bei den Switches bin ich absolut unschlüssig. Was uns sehr wichtig ist, ist lautlos - da die Speisekammer nur durch eine dünne Holztür vom Wohn/Essbereich getrennt ist.
    Überlegung war zunächst folgender Aufbau:

    Im Rack:

    • USW 48 Standard
    • USW-Ultra-210W

    Unterverteillung:

    • 3x Flex MINI

    Wie seht ihr das?
    Reicht 1G Ausbau? Oder sollte man eher auf andere Switches setzen? (Wichtig an der Stelle die Lautstärke)

    Bzgl. der Access Points, leider sind keine Netzwerkanschlüsse an den Decken vorgesehen.
    Von daher müssen wir diese an den Wänden oder auf Schränken montieren bzw. positionieren?

    Was wäre eurer Meinung hier die beste Empfehlung?
    Hab Reddit gefühlt schon 3x hoch und runter gelesen und bin jetzt nur noch mehr verwirrt.. Empfehlung gehen dort von UX7 als AP hin zu den älteren U6 InWalls. Das einzige, was ich sicher weiß und sagen kann - alle APs sollen per Kabel verbunden sein. Generell sind die meisten Geräte bei uns per Kabel verbunden - außer natürlich Handy, Tablet und mal das Notebook.

    Danke euch schon mal für die Unterstützung und Hilfe.
    Wenn ich noch wo Input liefern kann oder muss, bitte kurz Bescheid geben.

    Edited 2 times, last by HeikoM (December 7, 2025 at 7:56 PM).

  • Ganz ehrlich, was willst du mit einem USW48 Standard ? Du hast doch keine Kabel...

    Dieses Speedport Gelumpe will eigentlich keiner. Da ist es besser einfach direkt mit einem 5G Modem ins Netz zugehen wenn die Bandbreite und Kosten passen. UDM und einfach WAN 1 und WAN 2 und WAN 3 und WAN 4 konfigurieren und einstellen ob Fallback oder Shared.


    Am besten du lässt die 7590 erst einmal wo sie ist und fängst an dir einen Controller auf dem Prosxmox zu installieren (kostet kein Geld) und dann langsam mit Accesspoints anzufangen. Wenn die per Kabel angebunden sind wäre es toll. Besorge dir 2 U6 Pro mit Netzteilen und fange erst einmal an ein Netz aufzubauen.
    (U7Pro nur kaufen wenn du die richtige Hardware hast läuft der nur ohne Wifi7)


    Also U6Pro an die Fritzbox anschliessen (entweder per Unifi 8 POE Switch oder per POE Netzteil) dann den zweiten gut positionieren so zentral im Raum wie möglich. Dann in den Controller einloggen und die beiden einbinden und konfigurieren.

    Wenn du die Fritzbox weghaben willst brauchst du heute ein VIgor Modem (DSL Modem) und eine UDM xxx zum Herstellen einer Internetverbindung (der Controller ist dann da drin und der Proxmox kann wieder abgeschaltet werden.

    Mein Netzwerk

    MacBook Pro 14" M2 • 1000/500 Glasfaser • Zyxel 5G Telekom 1050/200 • Zyxel DSL50/20

    UDM-SE • 8 Unifi Switche - 7 Unifi Wifi - 12 Unifi Kameras • 11 Sites

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  • Hi tomtim,

    erstmal Danke für dein Feedback.
    Was ich aber noch nicht so ganz verstehe, was meinst du mit der Aussage:

    Ganz ehrlich, was willst du mit einem USW48 Standard ? Du hast doch keine Kabel...

    Wie geschrieben, 34 Netzwerkdosen münden aktuell im Rack und laufen dort auf einen 48Port Zyxel.

    Danke dir.

  • achso habe ich heute morgen falsch gelesen. Dann passt das natürlich...


    Aber wie gesagt, fang langsam an und dann geht es step by step, habe ich auch so gemacht. Erst WLAN, dann ist man genervt weil die Internetverbindung nicht gezeigt wird, also Vigor gekauft (habe noch einen für VDSL100 günstig) und eine UDM etc... so ging es immer weiter.

    Heute viel Kram... 11 Kameras, 6 APs, und etliche Switche... heute sogar schon angefangen den Speed im Netz zu erhöhen.

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  • Hallo Heiko und willkommen in der Community!

    Es wäre kein Problem, lautlos auf 2,5 GbE zu gehen, es gibt auch in diesem Bereich passiv gekühlte Switches bei Ubiquiti. Kaufst Du Dir z.B. den Pro Max 24 PoE plus noch irgendeinen kleineren oder weiteren 24-Port-Non-PoE-Switch, hast Du ausreichend Anschlüsse für alle Geräte. Du bekommst einige 2,5 GbE-Ports und 2x 10 GbE als SFP+ - an letztere kann man sehr gut NAS und Heimserver anschließen, sofern sie entsprechende Schnittstellen haben. Innerhalb des Netzwerkschranks wäre es sogar günstig und stromsparend per DAC möglich.

    Die Frage, was Du brauchst, kannst nur Du selbst beantworten. Solange nur "Internet" übertragen wird, reicht 1 GbE ja selbst bei Glasfaser-Ascnhlüssen (in Deutschland) absolut aus.

    Das Cloud Gateway Fiber hat nicht unbedingt etwas mit Glasfaser-Internet zu tun, bitte nicht vom Namen verwirren lassen. Du kannst jeden Unifi-Router an einem GF-Anschluss betreiben, benötigst dafür in jedem Fall ein ONT. Dieses ONT kannst Du Dir beim UCG-Fiber auf Wunsch direkt in den Router schieben (SFP+-Modul), ansonsten ist es einfach ein zusätzliches kleines Kästchen in der Verbindung zur Glasfaser-Dose. Dazu solltest Du wissen, dass Du für die erste Variante keinerlei Support von Deinem ISP erhalten wirst (hier im Forum dagegen schon :)).

    Das mit dem Speedport halte ich auch für überflüssig, warum nutzt Du nicht einfach die Fritzbox weiter, solange noch VDSL genutzt wird? Die ist doch prima dafür und deren WLAN schaltest Du einfach ab.


    Bzgl. der Access Points, leider sind keine Netzwerkanschlüsse an den Decken vorgesehen.
    Von daher müssen wir diese an den Wänden oder auf Schränken montieren bzw. positionieren?

    Es ist kein Problem, APs auch nicht optimal positioniert zu betreiben. Die "UFOs" (Lite / Pro / XG) kannst Du auch ins Regal legen, das kostet in den meisten Fällen etwas Signalqualität, aber funktioniert schon. Für die Wandmontage würde ich In-Wall oder Pro-Wall bevorzugen.

    Nimm auf jeden Fall WiFi 7-APs, diese haben, von heute aus an betrachtet, vermutlich den längsten Support. WiFi 7 selbst ist zumindest NiceToHave und das 6 GHz-Band ist gerade im städtischen Bereich eine gute Sache (da noch nicht besonders belegt). Hier Achtung: Nicht alle 7er-APs unterstützen 6 GHz.


    alle APs sollen per Kabel verbunden sein

    Das ist auf jeden Fall eine gute Grundlage für stabiles und performantes WLAN. Erwarte von Ubiquiti aber keine Wunder, zaubern können sie nicht und jegliches Funk-Equipment unterliegt klaren Leistungsbeschränkungen, daher gibt es schlicht physikalische Grenzen, die bei allen Herstellern gleich sind. Wenn Du ausreichend APs sinnvoll positionierst und das Ganze abgestimmt auf Deine Bedürfnisse konfigurierst, wirst Du aber ganz sicher viel Freude mit dem System haben.

  • hallo Networker,

    danke erstmal für die freundliche Begrüßung.
    Das mit den 2,5 GbE Switches hatte ich mir schon überlegt, aber bin da beim Pro Max 16 PoE gelandet, da der als Fanless aufgeführt ist.
    Du erwähnst jetzt den Pro Max 24 PoE ist dieser auch lautlos beim normalen Betrieb?

    Der Hinweis mit der Fiber ist schon mal sehr gut, die Irritation war schon eingetreten :D

    Auf die Speedport bin ich initial deshalb gekommen, da hier ein reiner Modem-Betrieb möglich ist und ich das Doppel-Nat umgehen wollte.
    Evtl. muss ich hier aber nochmal genauer nachlesen - Danke dafür schon mal.

  • Das mit den 2,5 GbE Switches hatte ich mir schon überlegt, aber bin da beim Pro Max 16 PoE gelandet, da der als Fanless aufgeführt ist.

    Ja, den nutze ich selbst, er ist komplett lautlos.


    Du erwähnst jetzt den Pro Max 24 PoE ist dieser auch lautlos beim normalen Betrieb?

    Dachte ich eigentlich, denn auf den Produktbildern hat er keinerlei Lüftungsausgänge. Außerdem habe ich das Teil von 1,5 Jahren mal bei einem Kunden verbaut und kann mich nicht erinnern, dass ich es je gehört hätte. Ich habe mich allerdings gerade, weil ich selbst nicht mehr sicher war, auf deren Controller geschaltet. Der Pro Max 24 meldet hier "Fan Level 25%", also wird schon ein Lüfter drin sein. Ich würde aber behaupten, dass Du den Switch hinter einer Tür ganz sicher nicht hörst, so lange es in seinem Raum nicht unüblich warm ist. Kann Dir natürlich keine Garantie auf die Lautheit geben, aber die neueren Unifi-Switches haben alle temperaturgeregelte Lüfter.


    Auf die Speedport bin ich initial deshalb gekommen, da hier ein reiner Modem-Betrieb möglich ist und ich das Doppel-Nat umgehen wollte.
    Evtl. muss ich hier aber nochmal genauer nachlesen - Danke dafür schon mal.

    Doppel-NAT spielt fast nie eine Rolle, wie fragen uns hier im Forum immer wieder, warum/woher so viele Leute dieses Thema auf der Agenda haben. Sobald Du auf Glasfaser umstellst, gibt's dann ja sowieso kein Doppel-NAT mehr. Das Geld für einen Speedport oder Vigor kannst Du Dir wirklich sparen.

    Was ist eigentlich mit Festnetz-Telefonie, wird die noch benötigt? Das ist nämlich je nach Telefonie-Provider manchmal simpel und manchmal unmöglich.

  • Erstmal vielen Dank für die vielen Hinweise
    Denke beim Switch werde ich dann wirklich mal ins "Risiko" gehen und den 24er bestellen - sollte er mir doch zu Laut sein. Wechsel ich auf den 16er.

    Wegen Doppel-NAT, ja bin auch hier im Forum drauf aufmerksam geworden - so beim stillen lesen und wollte hier keinen "Fehler" machen :)

    Wegen Festnetz-Telefonie, ja das ist noch ein Punkt.. den ich bisher zu wenig betrachtet habe.
    Eigentlich würd ich sagen nicht nötig, aber auf der anderen Seite.. gibt 2-3 Personen die rufen doch eher auf Festnetz an.
    Damit hätte ich dann natürlich noch ein weiteres Argument für die Fritz.

    Wenn wir mal in die Zukunft springen - Glasfaser und Telefon über Telekom.
    Was wäre da eure Empfehlung für Telefonie?

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