Planung Netzwerk Neubau EFH

  • Hallo zusammen,

    ich bin gerade am Ausplanen meines Netzwerkes für mein EFH (Keller betoniert, EG/OG in Holzständerbauweise), das sich aktuell im Bau befindet.

    Dabei wollte ich auf Unifi Komponenten setzen.

    Meine aktuelle Planung sind folgendermaßen aus:

    • Netzwerkanschlüsse: EG: ca. 17, OG:, Keller: ca.9, Keller: ca. 16
    • AP: EG: U7 Pro XG, OG: U7 Pro XG oder 1-2 U7 Pro Wall, Keller: U6 Pro
    • Außenkameras: ca. 2-4 geplant, z.B. G6 Bullet oder G6 Turett
    • Die ganze Technik soll in ein 19" Rack im Keller Technikraum. Neben den Netzwerkkomponenten soll dort auch ein NAS rein (z.B. UGREEN NASync DXP4800 Plus). Dies soll dann auch als Homeserver dienen auf Basis Unraid (Plex, Homeassistant, Loxberry, usw.).
    • Im Haus wird auch SmartHome Technik von Loxone zum Einsatz kommen (falls relevant)


    Ich hoffe ihr könnt mir bei folgenden Punkten weiterhelfen:

    1. Komponentenauswahl:
      • Welcher Switch macht Sinn? In Summe käme ich auf 42 Netzwerkbuchsen. Sicher belegt wären am Anfang wären aber eher max. 24-30 würde ich schätzen. Sollte man dann gleich einen Switch für alle Anschlüsse nehmen, d.h. 48er oder erstmal kleiner starten? Hat denn neben dem höheren Anschaffungspreis ein 48er Switch einen Nachteil z.B. beim Stromverbrauch? Oder entsteht der Stromverbrauch nur durch Leitungen, die "im Betrieb" sind?
      • Internet ist aktuell mit Glasfaser max. 1GBit möglich. Starte aber vermutlich mit ca. 0,4GBit. Wie viele 2,5G / 10G Anschlüsse brauche ich? Hätte gesagt die APS mit 2,5G und dann evtl. im Büro 2,5G, Rest 1G reicht? Wollte halt auf jeden Fall das NAS gut anbinden.
      • Welches Gateway macht Sinn? Unifi Cloud Gateway Fiber? Oder Dream Machine Special Edition. Letzteres scheint ältere Technik zu haben?


    2. Position und Typ AP:
      • Beim AccessPouit im OG bin ich mir nicht sicher. Für die Abdeckung wäre laut Design Tool von Unifi ein AP an der Decke ideal. Im OG habe ich allerdings einen offenen Dachstuhl und der AP wäre dann auf 4,4m Höhe an der Firstpfette montiert. Mache mir etwas Sorgen ob man da dann jemals wieder hin kommt ohne extremen Aufwand bei Defekt/Tausch. Wie seht ihr das? Alternativ habe ich im Planungstool mal mit Wand APs gespielt, für eine ähnliche Abdeckung bräuchte ich dann allerdings einen 2. AP. Aber keine Ahnung wie das sich in der Praxis verhält.
      • Sollte man auch für den Außenbereich / Garten einen AP einplanen?


    3. Position und Anzahl Kameras
      • Was macht hier Sinn? Wollte nich übertreiben, aber halt das Haus überwachen und evtl für den Eingangsbereich für die ein oder andere Smarthome Funktion benutzen.


    4. Internet / Glasfaseranshcluss
      • Habe gelesen man könnte den Glasfaseranschluss auch direkt am Unifi Gateway anschließen? Welche Voraussetzungen sind erforderlich und ist dies sinnvoll? Vom Internet Provider kam folgende Rückmeldung: "Wenn Sie Ihren Router direkt per Glasfaserkabel anschließen möchten, können Sie einen sogenannten passiven Anschluss bestellen. Damit erhalten Sie statt dem aktiven Netzabschluss mit Medienkonverter einen passiven Glasfaseranschluss-Port an dem Sie Ihren Router per Glasfaserpatchkabel verbinden können."
      • Was würdet ihr empfehlen?

    Danke euch schon mal für die Unterstützung!

  • Nö... Wurde nur alles schon zig mal beantwortet... Nutz die Suche und les dich über die Feiertage gemütlich ein 😉

    Finde ich ehrlich gesagt nicht besonders freundlich, einen Community-Neuling so zu begrüßen...


    Also: Herzlich willkommen NetzwerkEmil !

    Zu Deinen Fragen:


    In Summe käme ich auf 42 Netzwerkbuchsen. Sicher belegt wären am Anfang wären aber eher max. 24-30 würde ich schätzen. Sollte man dann gleich einen Switch für alle Anschlüsse nehmen, d.h. 48er oder erstmal kleiner starten?

    Man muss nicht so viele Switchports kaufen, wie man Dosen hat, aber logischerweise sollten alle bereits vorhandenen Geräte angeschlossen werden können. Wenn jetzt schon 24-30 Geräte versorgt werden müssen, wäre es unsinnig, nur einen 24-Port-Switch zu kaufen. Ob man direkt auf einen 48er geht oder z.B. 24+8 oder 24+16 nimmt, muss man sich in Bezug auf Kosten und gebotene Leistung/Features durchrechnen. Es kann beispielsweise sinnvoll und preisgünstig sein, einen kleineren PoE-Switch mit einem größeren Non-PoE zu kombinieren. Als Purist könnte man aber auch der Meinung sein, dass bei einem Switch jeder Port "alles" können soll, damit man möglichst flexibel bleibt. Geschmackssache und Frage des Budgets.


    Wie viele 2,5G / 10G Anschlüsse brauche ich? Hätte gesagt die APS mit 2,5G und dann evtl. im Büro 2,5G, Rest 1G reicht? Wollte halt auf jeden Fall das NAS gut anbinden.

    APs mit 2,5 GbE anzubinden finde ich schon sinnvoll, auch wenn es aktuell wenige Clients wirklich benötigen werden. Schneller Zugriff auch kabellos auf ein NAS ist jedenfalls ein gutes Argument für 2,5 GbE. Alle Geräte, die übers Netzwerk nur "Internet" machen, reicht 1 GbE natürlich aus.


    Welches Gateway macht Sinn? Unifi Cloud Gateway Fiber? Oder Dream Machine Special Edition. Letzteres scheint ältere Technik zu haben?

    Das UCG-Fiber ist auf jeden Fall das etwas neuere Gerät und hat den leistungsfähigeren SoC, obwohl es günstiger ist. Die UDM-SE ist dann gut, wenn Du viel PoE-Budget vom Router brauchst, weil Du z.B. keinen PoE-Switch hast. Oder wenn Du sehr viel Speicherplatz für "Protect" benötigst und dafür keinen zusätzlichen NVR anschaffen magst, denn während Du in die UCGs nur eine M.2-SSD einsetzen kannst, schlucken die UDMs auch billige 3,5"-HDDs. Das UCG-Fiber ist allerdings kein 19"-Gerät, hier brauchst Du also einen Fachboden oder eine Halterung aus dem 3D-Drucker für Dein Rack (so etwas kann man kaufen).


    Mache mir etwas Sorgen ob man da dann jemals wieder hin kommt ohne extremen Aufwand bei Defekt/Tausch. Wie seht ihr das?

    Das kann ja niemand von außen sinnvoll beurteilen. Im Normalfall muss man an den AP nicht physisch ran und neustarten kann man ihn notfalls über PoE. Aber alle 10 Jahre wird man ihn schon austauschen müssen...


    Sollte man auch für den Außenbereich / Garten einen AP einplanen?

    Wenn man dort eine sehr gute Abdeckung erreichen will, ja. Wie weit das Signal aus dem Haus noch stabil in Deinen Garten reicht, kann Dir hier keiner vorhersagen. Kann man aber semi-professionell ausprobieren, in dem man mit einem AP an einem langen Netzwerkkabel durchs Haus läuft, ihn an verschiedenen Stellen Positioniert und dann im Außenbereich Verbindungstests durchführt.


    Was macht hier Sinn? Wollte nich übertreiben, aber halt das Haus überwachen und evtl für den Eingangsbereich für die ein oder andere Smarthome Funktion benutzen.

    Ohne Grundriss/Skizzen/nähere Infos? Nicht zu beantworten. Der jeweilige Erfassungsbereich ist ja bei den verschiedenen Kameratypen angegeben, damit kannst Du Dir ausrechnen, wieviele Kameras es braucht, um die gewünschten Bereiche abzudecken.


    Habe gelesen man könnte den Glasfaseranschluss auch direkt am Unifi Gateway anschließen? Welche Voraussetzungen sind erforderlich und ist dies sinnvoll?

    Ja, kann man. Für PON-basierte Anschlüsse braucht es dann ein SFP+-ONT z.B. von Luleeyy. Sinnvoll? Bedingt. Man spart ein klein wenig Platz für das ONT-Kästchen. Der Stromverbrauch ist in manchen Konstellationen kontraintuitiv sogar höher, aber zumindest wohl nicht spürbar niedriger. Ist ein bisschen für's Gefühl, dass man sich die Glasfaser direkt in den Router steckt, aber dafür wird auch kein ISP in Deutschland Dir in irgendeiner Form Support dafür geben. Man sollte schon Lust auf basteln haben und eine gewisse Frusttoleranz mitbringen, nachdem, was die Erfahrungsberichte hier dazu schreiben.


    Beste Grüße und viel Spaß mit Deinem Projekt!

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