Umstieg von Fritzbox (Modem/Router/DHCP) und Fritzbox (Verbunden per Mesh für DECT Telefonie) auf Ubiquiy mit Vlans und Vorbereitung Glasfaser

  • Hallo,

    zunächst einmal wünsche ich allen, die das hier lesen alles Gute für 2026.

    Ich bin kein Profi, habe aber schon etwas Erfahrung mit Unify Geräten, da ich aktuell 3 APs in meinem privaten Netz betreibe.

    Aktueller Stand ist, dass ich einen VDSL Anschluss der Telekom nutze, an dem eine Fritzbox 7490 die klassischen Router-Aufgaben übernimmt. Ich nenne sie mal "Master". Da diese aber im Keller steht, habe ich per Mesh eine zweite 7490 verbunden (ich nenne sie mal "SLAVE") , welche nur als DECT Basis dient und als Switch verwendet wird, weil leider zu diesem Ort nur eine einzige Cat6 Verbindung besteht. An dieser zweiten Fritzbox ist noch angeschlossen:

    ein Gateway für die Heizkörperthermostate

    ein Gateway für die Jalousiesteuerung

    ein Ubiquity AP

    Die anderen Netzwerkgeräte sind an einem 24 Port Switch eines anderen Herstellers angeschlossen. Das sind diverse PC, Enthärtungsanlage, NAS, Drucker, eine Powerlan-Strecke, über die ein TV und ein Netzwerkstreamer angeschlossen sind.

    Kameras verwende ich aktuell nicht und sehe momentan auch keinen Bedarf. Auch, weil die notwendige Verkabelung fehlt und nur aufwändig nachgerüstet werden könnte. Aber wer weiß - vielleicht würde ich zu gegebenem Zeitpunkt mal eine an der Haustüre platzieren.

    Ziel meines Projekts wäre, möglichst ganz auf die Fritzboxen zu verzichten. Das sehe ich aktuell aber nicht, da noch zu viel Telefonie über Dect läuft. Außerdem möchte ich den Traffic besser kontrollieren und z.B. Vlans nutzen bzw Priorisieren und z.B. IPs auch China sperren.

    Die Frage ist also: Wie kann ich

    - mit nur einem Kabel die Slave Fritzbox als Dect Basis verwenden und gleichzeitig die dort befindlichen Gateways in VLANs betreiben? (Nutzung eines kleinen5 oder 8 Port Ubiquity Switches und daran die Slave Fritzbox für dect verbinden?)

    - evtl. die Master Fritzbox nur noch als Modem mit den Einwahldaten für die Telekom nutzen?

    - das ganze so aufbauen, dass bei Verfügbarkeit des Glasfaseranschlusses möglichst wendig Umbauarbeit notwendig wird?

    - evtl. den 24 Port switch gegen einen ubiquity Switch tauschen (welchen)?

    - was mache ich mit den Geräten, die über Powerlan angeschlossen sind? Ist es möglich, auch diese zu managen? Gibt es eine Möglichkeit, statt Powerlan eine Brücker per Wlan zu bauen?

    - aktuell reicht die Sendeleistung der APs nicht bis in den Garten, weil die Jalousien zu stark schirmen. Auch hier funktioniert Powerlan aber wenn ich das jetzt neu mache und eine bessere Lösung finden kann, würde ich das gerne besser machen. Im Garten werden nur Smartphones und Notebooks genutzt, wobei ein Gastzugang für die Zukunft schön wäre.

    - Bin für alternative Ideen bzgl. der Festnetztelefonie offen

    Ich weiß, dass die Infrastruktur nicht gerade optimal ist. Aber ich muss halt mit den Kabeln klar kommen, die vorhanden sind bzw die Funk-Quellen so verteilen, dass das Gebäude ausreichend abgedeckt ist.

    Sofern das realisierbar ist, würde ich die beiden Fritzboxen gegen aktuelle Geräte tauschen (5690 Pro), nach der Master Fritzbox, der ich nur noch die Aufgabe Modem, Mesh für Slave Fritzbox und Einwahldaten geben würde, ein Cloud Gateway Fiber, statt des 24 Port switches den Standard 24 PoE einsetzen und statt der Switch Funktion der Slave Fritzbox den Lite 8 PoE.

    Alles, was ich an Hardware nicht unbedingt tauschen muss, lasse ich gerne stehen.

    Ich hoffe, ich habe alle Details beschrieben und beantworte Fragen gerne.

    Herzlichen Dank für eure Hilfe

    H


    -

  • ich habe hier im Forum beschrieben, wie ich eine Fritzbox durch ein T4400 Modem (Kabel) ersetzt habe (das geht analog auch mit einem DSL-Modem etwa von draytek). Die Fritzbox verwende ich nur noch als Telefonanlage.


    Internet <> Modem<>UDM<>Fritzbox

  • Keller <> Internet (VDSL und Glasfaser) - Cloud Gateway Max oder Ultra

    Wo der Slave steht > Ultra Switch angeschlossen und da kommt deine 3 Unifi APs da einbinden.


    Also brauchst du theoretisch nur diese beiden Geräte. DECT kannst du per SIP Telefon oder Fritzbox weiter hinter dem Switch verwenden. Der macht ja nur noch DECT.


    Für das DSL Modem brauchst du hat ein z.B. Vigor modem (habe noch eines. Falls du es brauchst von meinem alten VDSL Anschluss).

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  • Herzlichen Dank ihr beiden.

    Verkabelungsbedingt können die APs nur am großen Switch (derzeit Netgear) angeschlossen werden. Ich hoffe, das wäre kein Problem.

    Wir hatten schon mal eine Lösung mit Vigor Modems, die aber alle nur 2-4 Monate durchgehalten haben. Daher würde ich bis zur Umstellung auf Glasfaser die Master Fritzbox als Modem verwenden und diese wie hier beschrieben einstellen: https://www.boernyblog.de/fritzbox-als-r…odem-verwenden/

    Muss ich dann an der Slave Fritzbox Änderungen in der Konfig machen? Wenn ich das richtig verstehe, könnte ich bei entsprechender Konfig in ein separates VLAN sogar auf den Wechsel zu einer neueren FB verzichten, wenn ich diese weiterhin nur für dect nutze? Welche Einstellungen benötigt das Gateway, um die Telefonie an die FB zu geben?

    tomtim warum kein Gateway fiber? Würde das im Hinblick auf die spätere Glasfaser Nutzung keinen Sinn machen? Da ich für die Zukunft die Zugangssteuerung und Unifi Play in Erwägung ziehe, würde ohnehin nur das gateway max in Frage kommen und der Preisunterschied zum Fiber wäre dann auch nur noch gering (und würde mir hoffentlich weitere Hardware sparen?)

    petra92 Deinen Eintrag habe ich leider bei meiner Suche nicht gefunden. Werde ich mir aber ansehen.


    Viele Grüße


    H

  • tomtim warum kein Gateway fiber? Würde das im Hinblick auf die spätere Glasfaser Nutzung keinen Sinn machen? Da ich für die Zukunft die Zugangssteuerung und Unifi Play in Erwägung ziehe, würde ohnehin nur das gateway max in Frage kommen und der Preisunterschied zum Fiber wäre dann auch nur noch gering (und würde mir hoffentlich weitere Hardware sparen?)

    Gateway "Fiber" ist sehr verwirrend. Das gar nichts mit Fiber/Glasfaser zu tun!

    Du bräuchtest, wenn du Glasfaser hast, entweder auch ein Modem welches den Medienwechsel von Glasfaser auf RJ45 und die "Anmeldung" beim Provider durchführt oder ein SFP Modul, welches die Modem-Tätigkeiten macht. Bei zweiterem ist es Provider spezifisch und scheint mit Trial/Error bzw. sehr genauer Recherche/SFP Modul Auswahl erst zu funktionieren. Dazu gibt es unzählige Beiträge hier im Forum zu versch. Anbietern!

    Aus meiner Sicht kannst du beide nehmen, würde auch eher das Fiber nehmen. Das ist jetzt und in Zukunft die "Zentrale" deines Netzwerkes und du hast jetzt die Fritzbox als Modem vorgeschaltet, welches Internet per RJ45 Kabel in deinen Gateway Fiber bringt. Später ist es ein Provider Modem oder das SFP Modul, welches das Internet bringt. Somit ab der Gateway Fiber keine Änderung der Hardware oder Software bei Wechsel von Telekom-->Glasfaser. Bzw. Telefonie könnte noch hochkommen (Konfiguration), aber das könntest du wahrsch. auch über die FritzBox Slave abbilden, welche wie jetzt im Client Modus nur die Telefonie abbildet.

  • Ja für das Fiber braucht man aber noch viel mehr Background wissen. Das ist kein Plug-and-Play :) Das Forum hier ist voll von Fragen :)

    Aber du kannst es gern nehmen. Nachher bekommst du aber von deinem Provider erst einmal einen ONT der dir dann per Ethernet Internet gibt. Sehr gut wäre auch das du beide Leitungen gleichzeitig verwenden könntest wenn das DSL noch aktiv ist :)

    Also such dir eine Maschine aus und fange mit der an ... Die kannst du heute schon hinter die Frittte hängen und dein Netzwerk darüber laufen lassen. Bei Unifi kannst du dann schritt für schritt weitermachen.

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  • tomtim vielen Dank für den Hinweis. Sprechen wir beim Gateway Fiber vom gleichen Gerät ( https://ui.com/eu/de/cloud-gateways/compact ) ? Vllt. bin ich auch zu blöd zum suchen aber wenn ich das soweit richtig verstanden habe, ist die Oberfläche bei den kompakten Geräten die selbe. und schaut wohl so aus, wie ich es von der Network Server Software der APs kenne. Wg Unify Play würde - wenn ich es richtig verstehe - nur UCG Fiber oder Max in Frage kommen.

    Ich habe meine Planung mal dahingehend aktualisiert, dass

    die Master Fritzbox bis zum Wechsel auf Glasfaser als Modem genutzt wird, später ein Modem der Telekom verwendet werden soll. Damit kann ich auf das UCG immer mit Ethernet gehen.

    der Netgear Switch bleibt

    an der Slave Fritzbox wird ein kleiner PoE switch von Unifi verwendet

    die APs bleiben, wie sie sind.

    Meine Fragen:

    gehe ich recht in der Annahme, dass ich bei der Konfig und den Funktionsumfängen keinen Unterschied zwischen UDG Max und Fiber bemerken werde? Wenn ja, würde ich wohl das UCG Max nehmen.

    Aktuell verwalte ich die APs nur lokal. Kann ich die lokale Installation der Unifi Network Server Software weiterhin nutzen? Oder geht das dann nur noch über die Cloud? In diesem Fall würde ich wohl alles komplett neu konfigurieren müssen?

  • wenn ich das soweit richtig verstanden habe, ist die Oberfläche bei den kompakten Geräten die selbe. und schaut wohl so aus, wie ich es von der Network Server Software der APs kenne.

    Das Schöne/Sympatische bei Ubiquiti ist, dass sie ihre Router nicht künstlich kastrieren, um die jeweils teureren Modelle besser verkaufen zu können. Sie werden lediglich durch ihre Hardware begrenzt. Demnach hat ein UCG-Ultra für 90 € grundsätzlich denselben Funktionsumfang wie eine UDM-ProMax für 600 €.
    Der Network Server ist exakt dieselbe Software, die als Konfugurationsoberfläche in den Routern verwendet wird. Wir sprechen hier allgemein vom "Controller". Der Network Server als externe Anwendung wird dementsprechend gar nicht mehr benötigt.

    gehe ich recht in der Annahme, dass ich bei der Konfig und den Funktionsumfängen keinen Unterschied zwischen UDG Max und Fiber bemerken werde?

    Korrekt. Das UCG-Fiber hat einen stärkeren Prozessor und die erweiterte Konnektivität mit SFP+ und PoE, aber der softwareseitige Funktionsumfang ist gleich.


    Aktuell verwalte ich die APs nur lokal. Kann ich die lokale Installation der Unifi Network Server Software weiterhin nutzen?

    Siehe oben. Alles wird dann über das UCG-Max verwaltet. Die Konfiguration vom Network Server kannst Du theoretisch übernehmen. Praktisch ist es in vielen Fällen sinnvoller, alles einmal sauber neu aufzusetzen.


    Oder geht das dann nur noch über die Cloud?

    Das ist das nächste Schöne/Sympatische bei Ubiquiti: Die Cloud-Verbindung ist optional, man kann alle Geräte auch vollkommen offline betreiben. Der Funktionsumfang, der dabei verloren geht, ist sehr gering. Es gibt z.B. keine Beta-Firmwares zum rumspielen.

  • Danke Networker, alles gut beschrieben.


    Was ich aber nicht machen würde... einen AP hinter die Fritzbox... Die Fritzbox ist nachher ein totes Endgerät die nur für DECT zuständig ist und nicht für das Netz.

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