Umstieg von AVM zu Unifi

  • Servus, moin oder wie auch immer 8)

    ich möchte mit meiner Netzwerktechnik von AVM zu Unifi zu wechseln. Mein aktuelles Setup sieht wie folgt aus (siehe auch Skizze).

    Fritzbox 7590 (Hauptrouter, Internetzugang)
    TP-Link Switch SG2008P
    Access-Point TP-Link EAP 653
    Fritzbox 7490 (Mesh)
    250er Internetanschluss DSL
    3 DECT-Telefone (angeschlossen an 7590)


    Ziel ist es u.a. mittels Unifi ein paar VLANs einzurichten (Stichwort Smarthome).

    Um Fehlkäufe zu vermeiden habe ich an die Community folgende Fragen, zu denen ich hoffentlich die entscheidenden Lösungsansätze bekommen kann.

    Ich habe zwar gelesen, dass die FB 7590 auch als reines Modem dienen kann, was die zusätzliche Anschaffung eines solchen ersparen würde. Unklar bin ich mir aber noch darüber, ob die FB vor oder nach dem Unifi Gateway hängen soll. Dies insbesondere im Hinblick darauf, dass an der FB 7590 drei DECT-Telefon angeschlossen sind. Eines davon wird via Mesh (FB 7590 ist Mesh-Master) ins Erdgeschoss weitergeleitet.

    Wenn nun die FB 7590 als Modem arbeitet, klappt dann die Mesh-Verbindung ins Erdgeschoß noch über die das DECT weitergeleitet wird?

    Im Moment sehe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht was dies betrifft. Gibt es eine Konstellation, in der dies irgendwie realisiert werden kann, da es leider nicht möglich ist auf diese DECT-Telefone zu verzichten.

    Ich freue mich auf Antworten und wünsche noch einen schönen Tag an alle.

    Werner

  • Servus TWerner


    ich habe eine FritzBox 7490 als Client hinter dem UCG-Max hängen. An der FritzBox hängen 2 DECT-Telefone ohne Probleme. Da wir Glasfaser haben, fällt die FB als Modem weg. Die Fritz-Meshes habe ich mittlerweile alle gegen U7 APs getauscht. Ging aber vorher auch parallel (Fritz-Repeater und U7 APs).

    Wie viele Ports brauchst Du den Switches bzw. wie viele VLANs möchtest Du einrichten am AP?

  • Bei uns läuft die FB7590 nach kräftiger Unterstützung von hier als Client hinter dem UCG.

    Funktioniert als reiner Telefonserver.

    AFAIK ist Wireless Mesh unabhängig von DECT. Du hast vermutlich DECT Repeater im Einsatz.

    Edited once, last by Hardy99 (March 3, 2026 at 9:27 AM).

  • Wie viele Ports brauchst Du den Switches bzw. wie viele VLANs möchtest Du einrichten am AP?

    Hi Badener,

    das werden denke ich 3 VLANs. Die üblichen Verdächtigen, IOT, Gast, Heimnetz. Wobei das Heimnetz - also PC, Drucker & Co. - nicht via WLAN betrieben wird sondern "ganz artig mit LAN-Kabel". Die Einrichtung dessen dürfte das geringste Problem darstellen, hab schon etliche Videos gesichtet die das gut erklären.

    Glasfaser... :D. Die Deutsche Glasfaser hat hier vor fast 3 Jahren versucht Verträge zu verscherbeln. Zig Häuser haben noch heute ihr Schildchen "Ich bin dabei" am Haus stehen. Inzwischen teils total verwittert. Glasfaser gibt es hier bis heute nicht. Ob ich bis dahin noch lebe bis das kommt bezweifel ich mal. Aber das steht auf einem völlig anderen Blatt.


    Hi Hardy99,

    AFAIK ist Wireless Mesh unabhängig von DECT. Du hast vermutlich DECT Repeater im Einsatz.

    Um das Internet im EG zur Verfügung zu stellen dient die 7590 als Meshmaster, die 7490 im EG übernimmt also "alles" vom Meshmaster. Und eben auch die Telefonie. Das wird alles mittels LAN-Kabel dorthin geführt. Von daher stellt sich eben die Frage, wenn die 7590 im 2. OG nur noch als Modem fungiert, klappt dann das mit dem Kabelverbindung ins EG trotzdem? Denn das LAN-Kabel welches bisher von 7590 zu 7490 geht kann ich wohl nicht an einen Unifi-Switch dranhängen - eben wegen der Telefonie im EG. Das wird der Unifi-Switch nicht übernehmen... vermute ich mal als Unifi-Neuling.

  • Hallo Werner, wenn Dir die "erweiterten" Funktionen der Fritz-Geräte wichtig sind, solltest Du die Fritzbox als Router am VDSL belassen und einen Unifi-Router dahinter schalten. Als reines Modem lassen sich Fritzboxen schon lange nicht mehr konfigurieren und ich bezweifle, dass sie "DECT-Meshing" unterstützen, wenn sie als IP-Client konfiguriert werden.

    Es ist kein Problem, zwei Router hintereinander zu betrieben und doppeltes NAT ist bei so gut wie niemandem ein praktisches Problem. Wenn Du von außen per VPN in Dein Netz möchtest, solltest Du den VPN-server in Unifi einrichten und entweder die entsprechenden Ports auf der Fritzbox zum Unifi-Router weiterleiten oder diesen pauschal als exposed host konfigurieren.

  • ...wenn Dir die "erweiterten" Funktionen der Fritz-Geräte wichtig sind...

    Hi Networker,

    es ist ja nicht so, dass ich nicht darauf verzichten will, doch anders bringe ich "die Telefonleitung" ja nicht ins EG. Das mit dem doppelten NAT - so meine Recherche - bereitet insbesondere bei der VOIP Probleme. Meine Kenntnisse zur Fritzbox reichen nicht aus um zu sagen ob sie DECT-Meshing beherrschen oder nicht. Fakt ist aber, dass 1 von 3 Rufnummern auf der zweiten Fritzbox im EG eingerichtet ist und die Verbindung via dem LAN-Kabel steht.

    Von außen zugreifen muss ich nicht, da läge das geringste Problem.

    Vielleicht muss ich es einfach nochmal überdenken ob ein Wechsel zu Unifi nicht mehr Probleme schafft als dass es dem Nerd nützt :)

    Danke jedenfalls für die Antwort trotzdem.

    Ich bin raus, das ist jenseits meiner Kenntnisse.

    Ja das kann ich gut verstehen... geht mir im Moment ähnlich. Aber danke für den Versuch helfend einzugreifen.

  • Das mit dem doppelten NAT - so meine Recherche - bereitet insbesondere bei der VOIP Probleme

    Nein, das ist schlicht falsch. Du wirst mit doppeltem NAT keine Probleme haben. Wenn Du die Fritzbox als IP-Client hinter Unifi verwenden willst, musst Du Dir auch ein zusätzliche VDSL-Modem kaufen.

    Meine Kenntnisse zur Fritzbox reichen nicht aus um zu sagen ob sie DECT-Meshing beherrschen oder nicht.

    Es ist technisch kein DECT-Meshing (was es sowieso nicht gibt), daher hatte ich das in Anführungsstriche gesetzt. Aber Du willst ja offenbar das Konstrukt mit "Mesh-Master"-Fritzbox und "Mesh-Slave"-Fritzbox weiter aufrecht erhalten und darüber Telefonie machen. Das geht so aber ziemlich sicher nur, wenn Du die Fritzbox als Router und nicht als IP-Client betriebst.


    Vielleicht muss ich es einfach nochmal überdenken ob ein Wechsel zu Unifi nicht mehr Probleme schafft als dass es dem Nerd nützt

    Was ist denn gerade Deine gedankliche Hürde?

  • Aktuell übernimmt die 7590 hier ja alles - Internet und Telefonie. Wenn ich nun auf Unifi umsteige, die 7590 VOR dem Unifi Gateway habe (Bridge-Modus, quasi als Modem), dann wird der DHCP-Server deaktiviert. Die Fritzbox im EG hat ja eine feste IP. Somit bricht die Verbindung vom OG ins EG (7590 zu 7490) via LAN-Kabel ab, damit dann auch die Verbindung was den Internet- und Telefoniebereich betrifft.

    Schließe ich das LAN-Kabel ins EG direkt an das Unifi Gateway (oder auch Switch) an, dann hat die Fritzbox im EG zwar wieder Internet aber wohl keine Telefonie. Ebenso verhält es sich, wenn die 7590 HINTER dem Unifi Gateway hängt.

    Ja ich weiß, das ist für einen Fachmann etwas blöd erklärt, aber anders kann ich es mit meinen laienhaften Worten gerade nicht schildern. Vielleicht habe ich auch einen Knopf in meinen Gedankengängen, das möchte ich nicht ausschließen.

  • Vielleicht habe ich auch einen Knopf in meinen Gedankengängen, das möchte ich nicht ausschließen.

    Ja. ;) Ist aber nicht schlimm, dafür sind wir ja da.


    Wenn ich nun auf Unifi umsteige, die 7590 VOR dem Unifi Gateway habe (Bridge-Modus, quasi als Modem), dann wird der DHCP-Server deaktiviert. Die Fritzbox im EG hat ja eine feste IP. Somit bricht die Verbindung vom OG ins EG (7590 zu 7490) via LAN-Kabel ab, damit dann auch die Verbindung was den Internet- und Telefoniebereich betrifft.

    Das ist nicht so. Du lässt einfach Fritzbox 1 und Fritzbox 2 genau so, wie sie jetzt sind, schaltest aber WLAN komplett ab. Jetzt hängst Du das Unifi-Gateway am WAN Port an einen LAN-Port der Fritzbox 1 und richtest Switches, WLAN-APs und sämtliche Endgeräte (außer Telefone) im Unifi-Netz ein. Es werden dabei weder irgendwelche DHCP-Server deaktiviert, noch verlieren die Fritzboxen ihre Verbindung.

  • Ja. ;) Ist aber nicht schlimm, dafür sind wir ja da.

    Eine sehr gute Einstellung, vielen Dank. Findet man leider nicht überall.

    Hört sich schon mal gut an (Knopf im Hirn etwas gelockert :) ). Nur ums Verständnis halber... es handelt sich hierbei dann um das sog. doppelte NAT?

    Alle Geräte die dann am Unifi Gateway/Switch/AP hängen kann ich dann in entsprechende VLANs einordnen, wobei aber die Fritzbox im EG kein eigenes VLAN sei wird (bzw. einem solchen zugeordnet werden kann), weil sie ja vor dem Gateway hängt?

  • Jeder Router betreibt NAT. Ohne NAT könntest Du im Heimnetz genau ein Gerät ins Internet bringen, da Du von sämtlichen Providern nur genau eine IP-Adresse erhältst. (Spezielle Business-Tarife und IPv6 klammere ich hier mal bewusst komplett aus). NAT ist also existenziell für die grundsätzliche Funktion eines Internetzugangs.

    Hängst Du nun zwei Router hintereinander, ist das Doppel-NAT und bei dreien wäre es Trippel-NAT, so einfach. ;)

    Aber: Lege dieses Thema gedanklich bitte beiseite, es ist absolut irrelevant für Dich.


    Die Fritzboxen bekommen kein eigenes VLAN, richtig. Sie sind aus Sicht von Unifi gar kein Teil Deines Heimnetzwerks, sondern "Internet", denn schließlich hängen sie am WAN-Port des Unifi-Routers. Du kannst die Fritzboxen nach der Umstellung aber ganz normal über Ihre IP-Adressen erreichen, auch aus dem Unifi-Netz heraus.
    Letztlich haben die Fritzboxen ja aber auch keine Aufgabe mehr in Deinem eigentlichen Heimnetz, wenn sie nur noch PPPoE und Telefonie machen.

  • Vielen Dank. Du hast mich mit Deinen Erklärungen ein ganzes Stück weitergebracht.

    Leider ist es eben so, je mehr man liest oder Videos guckt, desto verwirrter wird man am Ende. Mir gehts jedenfalls so. Denn speziell das mit dem Doppel-NAT wird mancherorts als höchstbedenklich dargestellt, störanfällig, Ausfälle, merkliche Geschwindigkeitseinbußen, Sicherheitsrisiken und dgl. mehr. Und dann kommt man dann schon ins grübeln ob man wirklich wechseln soll, wenn alles so "problembehaftet" ist.

    Vielleicht hilft dieser Thread dem einen oder anderen ebenfalls weiter. Denn alleine bin ich sicherlich nicht... oder doch? Oh Gott ^^

    Schönen Nachmittag und wenn es wieder mal wo klemmt, dann weiß ich wo es Rat zu finden gibt!

  • ich betreibe zwei Fritzboxen hinter einer UDM Pro Max.. die erste als Client und Master, die zweite als Slave (Mesh) nur für dei Telefonie, das funktioniert ohne probleme

    Man kann client und Mehs getrennt einstellen

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