Weitere Kaufberatung für AVM -> Ubiquity

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  • Hallo, liebe Community,

    auch bei mir steht nach endlosen Problemen, vor allem im Drahtlosnetzwerk, ein Umstieg auf eine 'vernünftige' Hardware/Softwarelösung an. Dazu habe ich mir einige Gedanken gemacht, wäre aber sehr dankbar für Hinweise von bereits erfahrenen Nutzern, ob das Ganze so Sinn macht bzw. was ich noch ändern oder hinzufügen sollte.

    Zum grundlegenden Aufbau.

    Einfamilienhaus, 3 Ebenen + Keller, mit Terasse und etwas abgelegen liegenden Werkstatt.

    In allen Geschossen liegt Cat6 Kabel, allerdings nicht überall 'zentral'. (Im EG liegt nur Kabel im Wohnzimmer, welches ganz vorn im Haus liegt, dahinter liegen noch Küche, Hauswirtschaft etc.). Hinter dem Haus Terasse und Garten. Werkstatt liegt hinter dem Garten, etwa 20m von der Terasse entfernt, dorthin ist kein Netzwerkkabel verlegt und auch nicht so einfach möglich.

    Ich betreibe eine recht umfangreiche Hausautmation mit mittlerweile über 100 WLAN Aktoren, Sensoren etc. über Home Assistant auf einer NUC. Zudem steht eine Synology NAS bereit.

    Netzwerktechnisch bekomme ich Internet mit (theoretisch) 1GB über Kabel von Vodafone an einer FritzBox 6690 Cable. Daran hängt ein 19" SODOLA 24 Port 2.5G managed Switch für die verkabelte Vernetzung. Beides ist im 1.OG zentral im bzw auf (FritzBox) einem 19" Serverschränkchen platziert.

    Im Keller ist ein 5-Port TP-Link Switch für die Anbindung der Stromspeicher etc.
    Im EG ebenfalls ein 5-Port TP-Link Switch fürs Multimedia im Wohnzimmer
    Im 2. OG noch ein 5-Port TP-Link Switch für einige Bürogeräte

    WLAN Verteilung neben der FritzBox über AVM-Repeater
    im EG ein 6000er (per WLAN Bridge anbgebunden)
    auf der Terasse ein 2400er (per WLAN Bridge angebunden)
    im 2. OG ein 3000er (per Kabel angebunden)

    Die Werkstatt ist über PowerLAN (FRITZ 1220E) angebunden - da ich hier direkt im Keller an kurz vor dem Austritt des Kabels den einen und in der Werkstatt direkt am EIngangspunkt den anderen Adapter platziert habe, läuft das recht ordentlich.

    Nun möchte ich - aus Euch sicher bekannten Problemen heraus - vor allem die Kabellosen Verbindungen auf Ubiquity umstellen. Zudem wäre es natürlich schön, wenn ich die IOT Geräte in ein eigens VLAN packen und auch wieder ein 'Gäste-Netzwerk' anbieten könnte. Hierzu habe ich einige Fragen, die ich hoffe, hier beantwortet zu bekommen.

    Controller - wenn ich richtig verstanden habe, kann (bzw. muss) ich die FritzBox prinzipiell als Router (bzw. Modem) weiterverwenden, sollte aber einen Unify Controller im Netzwerk haben. Hier ist die Frage, ob es zusätzliche Hardware sein muss in From eines UCG (und da gleich auch die Frage, welchen ich da wirklich brauche) - oder ob ich den Controller auch einfach über die HomeAssistant Integration oder als Docker auf der Synology laufen lassen kann. Welche Vorteile bietet mir der UCG gegenüber einer Softwarebasierten Lösung?

    Switches - da der SODOLA Switch seine Arbeit meines Erachtens nach gut verrichtet ist die Frage, ob ein Austausch dieses gegen einen Unify Switch nötig ist bzw. welche Vorteile ein solcher Tausch mit sich bringen würde. Die TP-Link Switches sind ebenfall ja nur 'lokal' als Verteiler angebunden - auch hier stellt sich mir die Frage, ob ein Austausch gegen Ubiquity Hardware nötig ist und welche Vorteile mir das bringen wird? Was die Stromversorgung der AP's angeht - mir ist es ziemlich wurst, wenn ich da POE Injektoren nutzen muss. Wenn ich das richtig verstanden habe, liegen die den meisten Geräten eh bei und wenn nicht, kosten die auch nicht die Welt.

    WLAN - Plan ist, in jedem Stockwerk einen AP zu setzen. Hier ist die Frage, welcher es da sein sollte. Die 'älteren' UAP AC Pro gibt es mittlerweile auch recht häufig günstig auf dem 2. Hand Markt. Welche Vorteile bringt mir ein U7 lite - bzw. was wären Eure Vorschläge zur Abdeckung einer Fläche von jeweils rund 60qm, auch in Betracht bezogen, dass ich recht viele IOT Geräte anbinde? Und fürs Erdgeschoss die Frage, ob es vermutlich reichen wird, einen AP im Wohnzimmer, also an einer Seite des Hauses, zu platzieren? Derzeit steht der Repeater mittig im Haus und ist ohne Kabel per Bridge angebunden. Wäre das auch mit einem Ubiquity AP möglich und würde die zentrale Platzierung den Vorteil einer Kabelverbindung (vermutlich) ausgleichen?

    Für die Terasse würde ich ein zusätzliches Kabel ziehen, um dort ebenfalls einen AP für die Versorgung eben dieser und des Garten sicherzustellen. Nutze ich dort dann auch einen der 'runden' AP's oder wäre da draussen (Überdacht aber halt nicht komplett witterungsgeschützt) ein AP-AC besser?

    Werkstatt - Wäre die Anbindung hier weiterhin per Powerlan möglich oder baue ich hier lieber auf Kabellos um? Wenn Kabellos - reicht hier der entsprechende AP auf der Terasse (und wenn ja, welchen nutze ich da dann, siehe oben) oder sollte ich dafür eine eigens dafür vorgesehene Bridge installieren? In der Werkstatt werden Geräte sowohl drahtlos als auch per LAN angebunden - welchen AP nutze ich dann dort sinnvoller weise, wenn ich Geräte dort per Kabel einbinden möchte?

    Und dann noch allgemein - ist es den 'runden' AP's egal, wenn Sie an einer Wand statt der Decke installiert werden? Hierbei meine ich natürlich die Abdeckung - dass der Elektronik wurst ist, wie sie hängt, ist mir bewusst ;)

    Über eure Gedanken und Vorschläge wäre ich sehr dankbar.

    Liebe Grüße, der Micha

  • Das ist schwierig. Als Erstes: Alle Hersteller haben enge Vorgaben hinsichtlich der Sendeleistung. Da wird Unifi nichts verbessern.
    Was Unifi besser kann, ist der Umgang mit sehr vielen Clients. ABER das passiert WLAN-Systembedingt erst mit WiFi 6 und 7. Ich befürchte dass deine IoT-Geräte dieses aber nicht können, die dümpeln alle meistens bei WiFi 4 maximal 5 rum.

    Der einzige Vorteil bei Unifi ist, dass due mehere SSID mit VLAN aufspannen kannst und dort z.B. alle IoTs in ein 2,4 GHz-Netz schubst.
    Dann noch ein bestehender Schwachpunkt bei Unifi ist Mesh der AP per Funk. Da bist du aktuell mit dem 6000er besser gestellt.
    Allerdings legt Unifi in dem Segment gerade nach. AirWire

    External Content www.youtube.com
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    Dann solltest du dich von den alten AP oder den Lite-Versionen verabschieden. Gerade bei vielen Clients knicken sie schnell ein.

    Du solltest die AP 6 Pro oder 7 Pro nehmen. Insgesamt auch über zwei AP pro Etage nachdenken. Wien gesagt die Sendeleistung bei Unifi ist nicht besser als bei AVM.

    Zum Controller. Ja, der kann im HA laufen, den gibt es da als Anwendung, aber auch auf dem NAS. Bei mehreren VLANs ist es sinnvoll, dass er durchläuft. Den Switch kannst du erst einmal behalten, es ist nur sehr umständlich. Du musst eben alle VLAN‑Eintragungen auch dort händisch hinterlegen. Bei einem Unifi-Switch erfolgt dies alles direkt aus der Kontrollersoftware.

    Du hast nicht geschrieben, ob der Switch PoE kann. Grundsätzlich ist es natürlich hilfreich, wenn das aus dem Switch heraus erfolgt. Insbesondere wenn dann am Switch, wie sicher für HA und NAS, an die vorhandene USV angeschlossen werden kann.

    Dein FB musst du behalten, Kabel-Modem gibt es nichts Sinnvolles anderes. Bei einigen ISPs kann man sie allerdings in den Modem-Status schalten, dann wäre es sinnvoll, einen Gateway von Unifi zu nehmen, dort hast du die Controllersoftware on board neben Firewall und VPN-Server/Client.

  • Erstmal vielen Dank phino für die Rückmeldung. Das hilft mir ein Stück weit.

    Ich bin allerdings etwas verwundert, dass es die 'neuen' AP's verlangen soll, um eine Verbesserung gegenüber des arg eingeschränkten AVM Krams zu erlangen. Ist ja auch eine Preisfrage, das Ganze. Grade, wenn Du davon sprichst, gleich 2 AP's pro Ebene zu installieren (wo jetzt locker einer ausreicht?), komme ich ja bei den U7-Pro allein schon Richtung 1000€. Ich bin ja durchaus gewillt, etwas Geld in die Hand zu nehmen, aber das wirkt mir dann ehrlichgesagt doch etwas drüber.
    Wenn Du davon sprichst, dass die alten bei vielen Clients 'einknicken' - geht es da um Bandbreite oder wirklich um die Anzahl der angemeldeten Geräte? Denn die IoT Sachen funken ja nun kaum Daten, sollten halt nur dauerhaft verfügbar sein - und nicht, wie jetzt beim AVM Kram, regelmäßig die Verbindung verlieren.

    Controller würde ich dann wahrscheinlich erstmal im HA laufen lassen. Das NUC läuft ja eh immer durch. Andere Option wäre natürlich ein UCG fibre und statt dem 24 Port ein 16 Port switch. Dann komm ich preislich auch nicht viel teurer und habe gleichzeitig das UCG dabei. Aber wenn ich richtig verstehe, muss die FritzBox dann als reines Modem laufen, da das UCG das komplette Routing übernimmt, korrekt?

    Der Switch kann kein POE, nein. Wie ich geschrieben habe, ist mir auch wurst, wenn ich die AP's mit Injektor versorge. So oft haben wir nu keinen Stromausfall, als dass ich mir über die Notstromversorgung des Hausnetzwerkes Sorgen machen würde. Aber klar, wenn ich einen neuen Switch installiere, wird der wohl auch POE bekommen.

    Über Antworten und Hinweisen zu meinen restlichen Fragen im OP wäre ich weiterhin natürlich auch sehr dankbar :)

  • Wenn Du davon sprichst, dass die alten bei vielen Clients 'einknicken' - geht es da um Bandbreite oder wirklich um die Anzahl der angemeldeten Geräte? Denn die IoT Sachen funken ja nun kaum Daten, sollten halt nur dauerhaft verfügbar sein - und nicht, wie jetzt beim AVM Kram, regelmäßig die Verbindung verlieren.

    Ja, genau dort liegt das Problem. Das hängt mit dem Alter der Hardware zusammen und dem damit verbundenen geringen WiFi-Standard. Somit können sie auch nicht mehr Clients wie deine jetzige AVM Hardware. Die AC Pro sind mindestens 6 Jahre alt, stammen aus der 2 Gen bei Unifi (AC1200) und EoL. Die würde ich nicht mehr gebraucht einsetzen wollen. Noch am nächsten bei alter Hardware wäre nanoHD aus der 4 Gen.
    Grundsätzlich würde ich aber schon zu den U6-Pro tendieren, da sind als technische Vorgabe 250 Clients angegeben.

    Ich bin allerdings etwas verwundert, dass es die 'neuen' AP's verlangen soll, um eine Verbesserung gegenüber des arg eingeschränkten AVM Krams zu erlangen. Ist ja auch eine Preisfrage, das Ganze. Grade, wenn Du davon sprichst, gleich 2 AP's pro Ebene zu installieren (wo jetzt locker einer ausreicht?), komme ich ja bei den U7-Pro allein schon Richtung 1000€. Ich bin ja durchaus gewillt, etwas Geld in die Hand zu nehmen, aber das wirkt mir dann ehrlichgesagt doch etwas drüber.

    Das mit den 2 pro Etage sollte man in Betracht ziehen. Das heißt nicht, dass man es umsetzen muss. Es gibt bei design.UI.COM eine Möglichkeit, mit deinem Grundriss Näherungswerte zu erzeugen. Geht auch über mehrere Etagen. Bin da gerade dran für Bekannte.
    Aktuell haben sie pro Ebene nur jeweils einen NanoHD, da gibt es Stress mit den Töchtern. Dort läuft der Controller auf einem Raspberry.

     
    Gerade bei den vielen WLAN -IoT‑Geräten ist ihr Problem: Wo stecken sie in der Wand, aus welchem Material und noch mit einem Fernseher oder Schrank mit Geschirr davor?
    WLAN ist ein filigranes Pflänzchen. Da reicht es schon gerne mal, wenn abends zwei Personen auf dem Sofa im Weg sitzen. Gerade die IoT-Geräte haben meist eine eher bescheidene Hardware verbaut.

    Ich habe beim Hausbau, wenn Funk für IoT notwendig war, auf 868 MHz (Homematic IP, Bosch) gesetzt. Niedrigere Frequenzen haben eine größere Reichweite. Ich hatte beruflich schon seit 25 Jahren mit WLAN zu tun, da war mir klar, dass ich es so wenig wie möglich einsetze.

    Ich habe eine Wohnfläche von 150 m² auf einer Ebene und 3x U6 Pro.

    Edited once, last by phino (March 22, 2026 at 7:02 PM).

  • Nochmals Danke für die Infos. Der Link zum designUI ist schon Gold wert. Da ich Grundrisse des Hauses habe und recht genau weiß, was da in den Wänden steckt, da ich selbst saniert habe, kann ich mir zumindest in etwa eine Vorstellung machen.

    Damals hatte ich die Hausautmation aber noch nicht wirklich im Kopf, daher gibt es zu den meisten IoT Geräten halt kein Kabel. Wäre tatsächlich bei so vielen Aktoren auch eher unpraktisch meiner Meinung nach, aber das ist eine andere Sache. Daher auf jeden Fall im großen und Ganzen Funkanbindung.

    Ich habe nun doch etwas mehr Geld in die Hand genommen und folgendes geordert

    UCG Fiber - damit werd ich wohl auch bei vielen Geräten Ruhe haben und bin für den Controller nicht auf andere Geräte angwiesen
    USW Pro Max 16POE
    3x AP U7 Pro - für jedes Stockwerk einen
    1x AC AP - für die Terasse und den Garten
    1x UK-Ultra - für die Werkstatt
    1x 3er Pack Flex Mini um die 'Unterverteilung' im Medienbereich bzw. Büro sicherzustellen

    Damit kann ich auf einen Rutsch alles umstellen und hoffe, dann Ruhe zu haben. Schauen wir mal :)

  • Das mit den 2 pro Etage sollte man in Betracht ziehen.

    Papier ist geduldig, ausprobieren die bessere Lösung.

    Beim Bekannten von mir reicht ein AP pro Etage zentral installiert locker aus ( 140qm, Fertighaus in Holzständerbauweise ), der reicht sogar noch problemlos bis auf die Terrasse

  • Hallo liebe Leute,

    nachdem ich jetzt den ganzen Stuff bestellt habe, mache ich mir natürlich schon Gedanken darüber, wie ich nun am effizientesten die ganzen Geräte aus der alten Konfiguration mit den Fritz! Repeatern in die Unify Umgebung migriere.

    Etliche Endgeräte und IoT Geräte haben bei mir feste IP's bekommen (Da der Fritz DHCP bei einem größeren Subnetz es schlicht nicht auf die Reihe bekommt). Alle Drahtlos angebundenen Geräte hängen derzeit natürlich im selben WLAN.

    Mein Gedanke wäre nun, die gesamte Fritz! Hardware auszuschalten (ausser der Box, die dann im Bridge Mode läuft) und bei der Installation der Unify Hardware ein WLAN zu erstellen, welches die gleiche SSID und Passwort nutzt, wie die FRITZ! Box derzeit. So können sich erst einmal alle Geräte verbinden. Dieses WLAN sollte dann auch später bleiben, um das normale 'Nutzer-WLAN' zu sein. So brauche ich unsere ganzen Mobilgeräte etc. nicht alle auf eine neue SSID schieben.
    Dann erstelle ich ein zweites 'IOT' WLAN im Unify und schiebe ein IoT Gerät nach dem anderen da rein und lösche (wo nötig) dabei auch die feste IP, da der UCG ja problemlos genug Geräte im DHCP verwalten können sollte, ohne Probleme zu machen.
    So sollte ich verhindern können, etliche Geräte manuell physisch zu resetten, wenn ich keinen Zugriff per Netzwerk mehr habe.

    Ist da bis dahin ein sinnvoller Ansatz, oder würdet ihr anderes Vorgehen empfehlen?

  • Ich würde es eher umgekehrt machen für weniger Arbeit. Ein WLAN mit neuer SSID und die »guten/schnellen« Geräte dort rein.
    Und für die IoT das alte WLAN-SSID mit eigenem VLAN und der vermutlichen IP 192.168.178.0/24 behalten. Hier dann auch gleich darauf achten, dass du nur WPA2 nutzt und 2,4 GHz. Damit sollte man alle IoT-Geräte hineinbekommen.

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