UDR-5G-Max an Telekom VDSL-Anschluss

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  • Moin Zusammen,

    da mein alter Telekom Router Speedport Hybrid so langsam in die Jahr gekommen ist, das VDSL250 nicht vollständig unterstützt und die Reichweite des WLAN im Keller ungenügend war, bin ich auf Unifi umgestiegen. ( wegen: einiger guter Erfahrungen beruflicherseits mit den AP von Unifi)

    Als Router habe ich mir den neuen UDR-5G-Max gekauft, damit ich über 5G ein Failback habe, wenn mal die DSL-Leitung down ist.

    Im Keller hängt, nochüber Power-Lan, ein AC Mesh

    Für das DECT nutze ich einen GigaSet N530 IP.


    Alles zusammen eingerichtet - spielt - LAN-seitig zu mindestens!

    Auch die eSIM Einrichtung ging mehr oder weniger gut.


    Letzte Hürde: Die Einrichtung DSL.

    Nach etwas "Google" -> das Teil hat gar kein DSL-Modem - oder?

    Beim Stöbern vor dem Kauf, bin ich davon ausgegangen WAN-Port = verbautes DSL - Modem...


    Um nun das Problem mit dem DSL-Modem zu klären - was sollte man hier jetzt einsetzen? Würde sich das Problem später mit eimem FTTH-Anschlüss von selbst klären?

    Das verfügbare SFT-Port hat auch mit zur Kaufentscheidung beigetragen.


    Und... gibt es eine App mit der ich den Festnetzanschluss auf das HAndy bekomme - quasi VoIP via WLAN?
    Dann müsste man das DECT nicht mit den Garten schleppen...


    sonnige Grüße aus Chemnitz

    Norb

  • Hallo und willkommen in der Community!

    Nein, es gibt bei Ubiquiti kein Gerät mit integriertem (V)DSL-Modem. Du findest so etwas auch bei fast keinem Hersteller, der Router nicht speziell nur für den DACH-Raum produziert. Zugangstechniken sind weltweit unterschiedlich, manchmal einfach nur andere Frequenzen, manchmal ganz andere Strukturen. In Asien ist es wohl gerne mal so, dass aus Sicht des Internetkunden einfach nur direkt Ethernet und TCP/IP aus der Wanddose rauströpfeln. DSL-Modulation findet natürlich auch statt, aber dort ist es dann Teil des Providernetzes.

    Du kannst Dir als VDSL-Modem einen Draytek Vigor 167 zulegen. Oder Du nimmst eine ausgediente Fritzbox, diese ist dann natürlich Router vor dem Router, da sich DSL-Fritzboxen schon länger nicht mehr als reines Modem verwenden lassen.

    Würde sich das Problem später mit eimem FTTH-Anschlüss von selbst klären?

    Das verfügbare SFT-Port hat auch mit zur Kaufentscheidung beigetragen.

    Bei FTTH gibt es auch eine Art Modem, nennt sich dann ONT. Dieses wird von manchen Providern bereitgestellt, manche versuchen wiederum, ihren Kunden eine Fritzbox aufzunötigen, das ist höchst unterschiedlich nach unseren Erfahrungen hier. Im ganz klassischen Fall benutzt Du nicht den SFP-Port, sondern gehst per Patchkabel vom ONT zum RJ45-WAN-Port des Unifi-Routers.
    Es gibt auch ONTs als SFP-Modul, aber dafür bekommst Du bei den allermeisten Providern keine gute Unterstützung.

  • Vielen dank für die schnelle Antwort und die ausführliche Erklärung.

    Da ist der Dream-Router 5G MAX also für meinen Anwendungsfall (reines Heimnetzwerk mit DECT Telefonie), abgesehen von der Mesh-Funktion für´s WLAN und dem 5G-Modem, etwas übertrieben.

    Damit ich für das DECT neben dem Router nicht noch ein Gerät betreiben muss, wäre dann ne Fritzbox o.ä. wohl die Wahl für den VDSL.


    Wenn der SFP-Port nicht direkt für FTTH genutzt werden kann, für was baut man dann sowas als "WAN" Port ein bzw. gibt es im Industriebereich Anschlüsse wo man den nutzt?

  • Wenn der SFP-Port nicht direkt für FTTH genutzt werden kann, für was baut man dann sowas als "WAN" Port ein bzw. gibt es im Industriebereich Anschlüsse wo man den nutzt?

    Du gehst davon aus, das die ganze Welt die gleiche Zugangstechnologie verwendet wie wir. So ist es aber mit nichten und die Markregion DACH ist global gesehen, nicht der Rede wert.

    SFP ist halt eine Schnittstelle die den Einsatz diverser Module mit entsprechenden Medium zulässt. Es gibt auch ONTs in SFP Form, selbst DSL Modems ... das heißt aber nicht, dass es bei jedem Wald- und Wiesenprovider eingesetzt werden kann. Einen echten Vorteil sehe ich auch nicht durch den Einsatz eines solchen Moduls.

  • Damit ich für das DECT neben dem Router nicht noch ein Gerät betreiben muss, wäre dann ne Fritzbox o.ä. wohl die Wahl für den VDSL.

    Kann man so machen, ja. Man kann alternativ aber ebenso einfach VoIP-Telefone nutzen, dann braucht es auch dafür keine Fritzbox mehr (hier muss man allerdings genau schauen, ob der Telefonie-Provider irgendwelche technischen Hürden anlegt).

    Wenn der SFP-Port nicht direkt für FTTH genutzt werden kann, für was baut man dann sowas als "WAN" Port ein bzw. gibt es im Industriebereich Anschlüsse wo man den nutzt?

    Man kann ihn ja für FTTH nutzen. Ich habe lediglich geschrieben, dass viele Provider keinen Support leisten, wenn Du ein selbst gekauftes SFP-ONT verwendest. Du gehörst aus deren Sicht dann einfach zu den 0,1% Kunden mit durchgeknallten Spezialwünschen, von denen selbst der 2nd-Level-Support noch nie etwas gehört hat.
    Bei Providern wie der Telekom sollte es aber z.B. kein Problem sein, außerdem betreiben hier im Forum einige Leute so ein SFP-ONT auch bei kleinen Regional-Providern. Man muss halt Lust auf Rumprobieren haben.

  • Just add two cents. Eigentlich ist ja alles gesagt worden


    für was baut man dann sowas als "WAN" Port ein

    LAN = Local Area Network
    WAN = Wide Area Network

    Während LAN mehr oder weniger DEIN Lokales Netzwerk bedeutet
    ist WAN eher grob mit "NICHT dein Lokales Netzwerk Definiert"

    In Privaten Bereich ist damit quasi immer Internet gemeint.
    In (größeren) Firmen dann eher die anderen Standorte und das Internet.

    Übertragung im WAN ? Was hätten die gerne ?

    Wir in DACH / Private mögen da aktuell (V)DSL, Glas als AON oder GPON,
    oder weil die aktuelle Technik ist Mobil via LTE (vorher halt UMTS).
    Kabel fast vergessen auch sehr beliebt. Kleinster Nenner ist dann
    das der Provider sein Netz via Ethernet übergibt.

    Firmen Technisch gibt da noch ein paar dinge mehr.
    Waren früher SM2 (30 ISDN Kanäle, auch T1 in Europa eher E1) stand der Technik
    oder über ähnliche Technik als Frame Relay Leitungen ausgeführt wird heute
    ggf. Synchrones DSL oder Glas zum Kunden gelegt. Oder spezielle dinge wie
    MEF Ethernet. Am ende des Tages kommen aus den Provider Kisten dann quasi Immer eine
    Ethernet Buchse raus die man dann mit seinem eignen Router verbinden darf.

    Das da bei Unifi überhaupt WAN drauf steht liegt wohl eher daran das der für "Internet"
    vorgesehen ist. Dicke Kisten wie z.B Cisco haben einen ne Handvoll Interfaces die dann frei nach bedarf
    konfiguriert werden.

  • Wenn der SFP-Port nicht direkt für FTTH genutzt werden kann, für was baut man dann sowas als "WAN" Port ein bzw. gibt es im Industriebereich Anschlüsse wo man den nutzt?

    Doch du kannst ihn für alles nutzen. Auch als LAN. Das ist nur ein marketing-Label. Du kannst jeden Port auch als WAN nutzen, auch mehrere.

    Im Gegensatz zum Ethernet Port hast du im SFP-PORT auch ein SFP-ONT-Modul einsetzen mit dem du dich bei einem ISP direkt einbuchst.

    Bevor du aber darüber nachdenkst, musst du erst wissen, wer sein Gf-Netzbauer und dein ISP ist.

    In DACH kocht jeder ISP sein eigenes Süppchen, mache sind da sehr aufgeschlossen, andere zickig für Sonderlösungen.

    In der Startphase eines neuen Netzwerkes sollte man im ersten halben Jahr den ONT des Netzbetreibers nutzen bis das Netz stabil läuft.

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