UNAS Pro (4/8) oder Synology oder Proxmox?

Diese Webseite finanziert sich ausschließlich durch freiwillige Spenden. Dank der Unterstützung unserer Nutzer können wir die Inhalte werbefrei und unabhängig anbieten. Jetzt Unterstützen
  • Hallo,

    vor einiger Zeit hat mein QNAP TS NAS (von 2017) den Geist aufgegeben bzw. beide WD Red HDDs sind platt.
    Nun steht ein Projekt an, wo ich einen recht zuverlässigen Datenspeicher benötige.

    Ich möchte in meinem Netzwerk NGX Paperless verfügbar machen.
    Dazu gehört ein Datenspeicher, auf den denen die ganzen gescannten Dokumente relativ gut gelagert werden können.

    Da ich einen alten Rechner mit Proxmox laufen haben, auf dem neben PI-Hole und FreePBX dann auch NGX Paperless (via Docker) bereitgestellt werden soll, könnte ich theoretisch ja auch dort einfach ein paar Platten einsetzen, und auf seperates NAS verzichten.
    Allerdings habe ich so meine Zweifel, ob das eine gute Idee ist. Irgendwie möchte den alten Rechner nicht auch noch mit den Aufgaben eines NAS belasten, während er auch mit Paperless zu tun hat.

    Nun habe ich mir Synology NAS angesehen, die mittlerweile echt teuer geworden sind. QNAP möchte ich irgendwie nicht mehr - war mir vom OS zu sperrig.

    Ich stehe ein wenig auf dem Schlauch, was von den Unifi ProNAS zu halten ist. Hat jemand diese im Einsatz und kann dazu etwas sagen?
    Ebenso steht die Frage im Raum, ob UNAS Pro oder UNAS Pro 4, die preislich gleich liegen.

    Idealerweise soll das NAS ja nur Speicherplatz zur Verfügung stellen. Ob es sinnvoll alle Programme auf dem NAS laufen zu lassen, wie das z.B. bei Synology oder QNAP möglich wäre?


    VG

  • Ja, ich überlege ob Systeme wie Synology oder Qnap, neben der Bereitstellung des Speicherplatzes, Vorteile durch Apps bieten.

    Oder ist es eher sinnvoll die Apps, wie z.B. NGX Paperless auf einem eigenen System (in meinem Fall Proxmox) laufen zu lassen, weil die App auf einem Synology zu viel Ressourcen benötigt (z.B. für OCR etc.).

    Ich kann leider nicht wirklich einschätzen, ob auf dem Proxmox Rechner alles (NAS, Paperless etc.) laufen sollte (weil günstiger etc.), oder ob ein reines NAS wie UNAS besser geeignet wäre, sofern man die Apps woanders laufen lässt.

    Oder anders gefragt, was habt ihr auf eure Synology oder QNAP, ausser der NAS Funktion, sonst noch laufen, wo man sagen würde: NAS von Synology ist deswegen besser als ein reines NAS?


    VG

  • Also ich hab nur einige Synology Systeme, auf denen dediziert die Videoüberwachung läuft ... also ohne weitere genutzte File Shares o.ä.

    Und dann haben wir noch einige Synology und QNAP Systeme, die dediziert für die Datensicherung Speicher zur Verfügung stellen, meistens via smb in seltenen Fällen via iSCSI.

    Ich bin mal nicht der Spezi für Proxmox, Paperless usw. Könnte mir aber vorstellen, dass Du für die Leute hier die sich da auskennen, mal etwas mehr Infos rausgeben müsstest. Technische Spezifikation des "alten Rechners" CPU, RAM, Netzwerkanbindung ... so Dinge halt. Letzten Endes ist "so ist es besser" ja immer eine Frage von Ressourcen. Alles dediziert geht zwar immer und meistens auch richtig gut, aber das ist natürlich nicht wirklich besonders effizient.

  • Ich habe Paperless auf Proxmox auf nem kleinen Server am laufen. Das ist definitiv zu empfehlen da von der Wartung viel leichter und genügend Ressourcen zur Verfügung stehen. Alles andere (Raspberry, auf dem QNAP NAS, als Home Assistant integration und was es alles gibt) ist meist eine frickelei, langsam und manchmal einfach zu viel Stolpersteine bis alles läuft (hatte das mal testweise zum ausprobieren durch bevor ich den Proxmox Server hatte).

    Ich stand auch vor der Frage wo die Daten liegen sollen. Mein Grundgedanke war immer am besten alles zentral auf dem NAS als Datenhalde, dadurch zentral durch Raid geschützt und im zentralen Backupkonzept mit drin.

    Habe mich aber gegen das NAS und für den Server/Proxmox entschieden wo paperless auch läuft. Das ist bezüglich der Stabilität zu empfehlen da es sonst zu Problemen kommen kann wenn mal die Verbindung zum NAS nicht da ist und dann inkonsitente zustände entstehen können. Sicher, es geht auch die Daten extern auf's NAS auszulagern und in 99% der Fälle wird wahrscheinlich nix passieren, in der paperless community wurde mir denoch strikt davon abgeraten (da Paperless jetzt nicht unbedingt darauf ausgelegt ist) :-).

    Aufs NAS ziehe ich allerdings die Proxmox Backups und bei paperless auch nochmal separat ein Backup das dann auf dem NAS nochmal ins generelle BAckup Konzept eingeht. Damit ich im Fall der Fälle auch leicht an die Dokumente heran.

    Klar, der Speicherplatz auf dem Proxmox Server ist jetzt nicht so fett wie auf meinem NAS, aber es sind ja "nur" Dokumente, da kommt man ja nicht so schnell in den TB Bereich :-).

    Nachtrag: bezüglich der Frage ob ein NAS mit "App-Möglichkeit" oder ein UNAS: Mein QNAP ist nun schon sehr alt und ich werde wohl auf ein UNAS umsteigen. Gerade wenn man schon einen Proxmox Server hat macht es doch Sinn Applikationen eher dort laufen zu lassen anstatt das auf dem NAS zu frickeln. Meine Meinung :-)

  • Meine Idee war es gewesen, Paperless auf Proxmox laufen zu lassen, wo auch die Arbeit erledigt wird, aber die Dokumente selbst nachher im NAS abzulegen. Ich bin kein Proxmox-Experte, daher wollte ich die Dokumente auf einem anderen System abgelegt wissen, falls ich bei Proxmox etwas falsch mache und dann alles nicht mehr so funktioniert 😁

    Bezüglich des neuen NAS stellte sich die Frage, ob z.B. ein NAS als reiner Datenspeicher, so wie bei den UNAS, reicht, oder ob man Potential verschenkt, wenn man auf NAS wie Synology oder QNap verzichtet, weil dort ja auch Apps laufen können, was bei den UNAS nicht möglich ist.

    Ich bin bisher immer der Freund von dedizierten Systemen gewesen, die explizit das tun, wofür sie gemacht sind. im Falle eines NAS wäre es die Bereitstellung von Speicherplatz im Netzwerk.
    Aber man lernt ja immer dazu 😁

  • Meine Idee war es gewesen, Paperless auf Proxmox laufen zu lassen, wo auch die Arbeit erledigt wird, aber die Dokumente selbst nachher im NAS abzulegen. Ich bin kein Proxmox-Experte, daher wollte ich die Dokumente auf einem anderen System abgelegt wissen, falls ich bei Proxmox etwas falsch mache und dann alles nicht mehr so funktioniert 😁

    Das war nach meiner damaligen Recherche nicht zu empfehlen. Daher bin ich mit den Daten bei Proxmox geblieben aber mit täglichem Backup ins NAS um Proxmox unabhängig darauf zugreifen zu können.

    Bezüglich des neuen NAS stellte sich die Frage, ob z.B. ein NAS als reiner Datenspeicher, so wie bei den UNAS, reicht, oder ob man Potential verschenkt, wenn man auf NAS wie Synology oder QNap verzichtet, weil dort ja auch Apps laufen können, was bei den UNAS nicht möglich ist.

    Meist ist ein simples Konzept einfacher. Wenn du schon ein Proxmox hast und da Anwendungen pflegst, warum das gleiche nochmal auf dem NAS machen? Und meist ist der Proxmox Server performanter als das NAS.

    Icn dedizierten Systemen gewesen, die explizit das tun, wofür sie gemacht sind. im Falle eines NAS wäre es die Bereitstellung von Speicherplatz im Netzwerk.

    Das kann ich nur unterstreichen.

  • Ok, verstehe. Dann sollte ich mich intensiver mit Proxmox befassen.

    Welches der UNAS wäre sinnvoll? Aufgrund der Hardware (mehr RAM und SSD Cache) würde ich zum UNAS Pro 8 tendieren. Die Cache Möglichkeit sehe ich gerade bei vielen kleinen Dateien sinnvoll.
    Das UNAS Pro 4 wäre bei 4 Drives schon am Limit.
    Ob das UNAS Pro (mit 7 Bays) hat neben dem geringeren RAM auch keine SSD Cache Möglichkeit.

    Oder überschätze ich die Hardware und den Cache des Pro 8?

  • Die generellen Unterschiede hast du ja schon erkannt :-).

    Zum Cache gibt es einige Vergleiche bei youtube, vielleicht helfen dir die weiter.

    Ich habe das 7 Bay ins Auge gefasst da mir die Bays (würde gerne Raid6 machen) wichtiger sind wie der Cache. Zudem ist das 8 Bay für mein 19" Rack was die Länge angeht problematisch (musst mal die Längen der 3 vergleichen wenn das bei dir ein Problem sein könnte)...

    Ich hoffe aber das es bei der nächsten Angebots Aktion nochmal günstiger drin ist, war zum Jahreswechsel mal für 100 EUR günstiger zu haben.

  • Grundsätzlich würde ich solche Anwendungen wie Paperless auch nicht mit aufs NAS packen. Die hätte für mich aber ganz einfach wirtschaftliche Gründe. Paperless benötigt Speicher und CPU-Performance. Ein NAS von QNAP oder Synology kostet dann aber ordentlich Geld.
    Und wenn man mal in die Zukunft schaut, wird Paperless bestimmt in absehbarer Zeit auch KI-Modelle einbauen, um die Dokumente noch besser zu strukturieren.
    Somit bist du mit einer separaten Hardware bestimmt besser aufgehoben. Hier kann man mit Proxmox in 2 Jahren auch auf eine Hardware zum günstigen Preis mit KI umziehen.
    Dein neues NAS, egal von wem, wird aber bestimmt wieder 7–10 Jahre laufen, so meine Erfahrungen.

    Ich fahre da eine Zwischenlösung. Ich habe ein UGreen DXP480T, CPU i5-1235U, 32 GB RAM. Das ist mit 4 × 4 TB NVMe, mein Always-On-NAS. Aber es hat auch so viel Power, dass darauf noch 2 VM und 2 Docker laufen. Einmal die Woche gibt es dann ein Backup zu meinem QNAP TS-435XEU und bei meinem Sohn steht noch ein TS-431XEU, da gehen die Daten einmal im Monat hin, das ist auch so aus 2017/18. ;)

  • Ok, dann scheint die Idee mit Proxmox und Paperless ja soweit richtig gewesen zu sein.

    Auf dem Proxmox läuft auch noch pi-hole und PBX.
    Dann reicht das reine NAS von den UNAS Pro aus.

    Aber derzeit sind die Platten fürs NAS teuer wie nur was. Allein das die NAS schon teurer sind als vor einem Jahr, reissen jetzt die Speicherplatte ein Loch in die Kasse.

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!