Umstellung des kompletten Netzwerks

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  • Hallo zusammen,

    wie vermutlich die meisten, habe ich mich registriert, weil ich eine Frage habe: Ich will mein Heimnetzwerk modernisieren und bin auf Ubiquiti aufmerksam gemacht worden, weil mehrere Kollegen bereits ihre Netze damit betreiben und sehr zufrieden sind.

    Ausgangssituation: Im Wohnzimmer hängt meine Fritzbox 6690 Cable. Außerdem stehen dort TV, Sky-Q Receiver und BD-Player, die LAN wollen und in der Fritzbox stecken. Außerdem läuft ein CAT7-Kabel einmal quer durch die Wohnung ins Arbeitszimmer. Dort gibt es einen 8-Port-D-Link PoE-Switch an dem 2 PCs mein Laptop von der Arbeit, ein NAS, meine Smarthome-Zentrale und 2 SIP-Telefone angeschlossen sind. Da ich für die Telefone keine Netzteile haben, werden diese per PoE versorgt.

    Probleme: Der D-Link ist jetzt schon 2 mal eingefroren, sodass alle angeschlossenen Geräte offline waren und ich ihn kurz vom Strom trennen musste, um weiter arbeiten zu können. Also vertraue ich dem nicht mehr und will nicht warten bis er ganz kaputt geht.
    Außerdem hängt die Fritzbox sehr ungünstig (geht nicht anders wegen Position der TV-Dose) sodass das WLAN nicht zuverlässig alles abdeckt. Auch ein FritzRepeater 1200 AX im Mash-Betrieb hat daran nichts geändert, jedenfalls nicht zuverlässig.

    Plan: Hinter die Fritzbox kommt ein UACC-PoE+-2.5G und ich nehme das bereits existierende CAT-Kabel um den Repeater im Flur gegen einen U7 In-Wall zu tauschen und von dessen Ausgang dann weiter ins Arbeitszimmer zu einem Flex 2.5G PoE. So brauche ich kein zusätzliches Kabel, sondern muss das vorhandene lange Kabel lediglich gegen 2 kürzere ersetzen, um einmal den U7 dazwischen zu stecken. So ändert sich optisch nichts und meine Frau hat nichts zu beanstanden.

    Fragen: Soweit ich das ermitteln konnte, gibt der U7 am Ausgang max. 12W PoE raus. Der Flex 2.5G PoE kann per PoE versorgt werden und auch selber Geräte per PoE versorgen, braucht aber für den Eigenbetrieb schon 13-17W je nach Last. Hinzu kommt der Strom den die Telefone benötigen, was nochmal ca. 11W ausmacht. Damit komme ich auf etwa 28W Strombedarf im Arbeitszimmer, was die 12W, die der U7 liefern kann, definitiv übersteigt.
    Frage 1: Sehe ich das so richtig oder habe ich etwas falsch gelesen oder einen generellen Denkfehler?
    Meine Lösung wäre es, den Switch nicht per PoE zu versorgen, sondern über ein Netzteil. Leider bietet Ubiquiti nur ein Netzteil an, das direkt 210W Ausgangsleitung hat und separat gekauft werden muss (für ca. 100€). Klar, wenn ich an allen 8 Ports um die 25W ziehe, brauche ich das, aber das ist bei mir nicht der Fall. Daher
    Frage 2: Gibt es ein kompatibles Netzteil, das 40-60W liefert und wirklich funktioniert? Benutzt das jemand hier genau so?

    Ich hoffe, jemand liest diesen Roman und kann mir helfen.

    Viele Grüße

    HarryFox

    Edited once, last by HarryFox: Tippfehler (June 26, 2026 at 10:17 PM).

  • Das ganze klappt nicht weil du am Switch In PoE++ benötigen, um die anderen zu versorgen.

    Aber aus der U7 kommt nur PoE+.

    Du wirst um eine Stromversorgung nicht drum herum kommen.

    Schau dir Mal den USW Pro 8 PoE an, da kommt ein Netzteil mit.

    Je nach Angebot könnte auch die U6 In-Wall Enterprise passen. Funktechnik mit mehr Antennen besser und 4 Ports, aber "nur" WiFi 6e mit 6 GHz. Im Wohnumfeld aber ausreichen.

  • Hallo,

    danke für die Anregung. Das es nicht klappt, hatte ich dann wohl leider korrekt berechnet und das ich somit den Switch mit einem Netzteil versorgen muss auch...

    Schau dir Mal den USW Pro 8 PoE an, da kommt ein Netzteil mit.

    Der würde natürlich mit Netzteil kommen und auch alles bewältigen, aber mit deutlich über 500€ kostet er auch deutlich mehr als der Flex 2.5G PoE (ca. 210€) mit zusätzlichem Netzteil (ca. 100€). Da frage ich mich, ob mir diese zusätzlichen Euros einen Vorteil bringen.
    Klar, in der Theorie sind 8 Ports mit 10G besser als 8 Ports mit 2.5G, aber in der Praxis Kann nur mein PC 2.5G, alle anderen Geräte können nur 1G und das eine Telefon sogar nur 100MBit. Außerdem kann die Fritzbox ebenfalls nur 2.5G, sodass ich auch im Uplink nichts gewinne.
    Ich habe zwar den Plan, den Umbau jetzt so zu gestallten, dass ich wieder ein paar Jahre Ruhe habe, aber ein 10G-Switch in einer privaten Mietwohnung scheint mir doch etwas übertrieben, oder nicht? Ich lasse mich gerne eines besseren belehren.

    Gruß
    HarryFox

  • Also, wenn ich UI.com aufrufe, bekomme ich einen Preis von 340 € incl. Steuer. Also kaum ein Unterschied, sollte sich eher nach dem Bedarf richten.
    https://eu.store.ui.com/eu/en/category…s/usw-pro-8-poe.
    Vorteil: kein extra Netzteil, ist im Gerät, und 2 × 10 GBit-Port und nicht geshared. 10 x Ethernet
    Nachteil: keine externe Versorgung, aber die hättest du ja nicht im ausreichenden Maße. Nur 1 GBit Ports und nicht 2,5 GBit/s bei Ethernet …

  • Willkommen an Bord, HarryFox !

    Bei der Entscheidung 2,5G vs. 10G hast Du schon ein ganz gesundes Bauchgefühl. Für privat ist 2,5G nett, aber 10G in aller Regel kein Mehrwert mehr. Dazu kommt, dass man tatsächlich benötigte 10G-Verbindungen besser über Glasfasern oder DACs aufbaut, da über Kupfer viel Verlustleistung (=Hitze) entsteht. Geht natürlich nicht in allen Szenarien, insofern haben Switches mit 10G-RJ45 trotzdem ihre Berechtigung.

  • Ja, sehe ich genauso. Auf der anderen Seite, sollen es schon 2.5GBit sein, denn auch wenn aktuell nur einer der PCs das beherrscht, kommt da vermutlich in den nächsten Jahren noch ein zweiter PC für die Frau dazu und wenn ich das NAS mal ablöse, kann das neue vielleicht auch 2.5GBit.

    Und damit bin ich wieder bei der Eingangsfrage: Betreibt hier jemand den Flex 2.5G PoE mit einem anderen Netzteil und wird das PoE-Budget dann korrekt berechnet?

    Gruß HarryFox

  • Und damit bin ich wieder bei der Eingangsfrage: Betreibt hier jemand den Flex 2.5G PoE mit einem anderen Netzteil und wird das PoE-Budget dann korrekt berechnet?

    Ich denke nicht, dass hier jemand ein Drittanbieter-Netzteil verwendet. Der Switch will 50V Eingangsspannung und das ist bei Universalnetzteilen nicht besonders verbreitet.

    Du kannst doch aber statt des Netzteils den 10G PoE++ Adapter (60W), der zu dem Gerät angeboten wird. Kostet nur die Hälfte und bietet Dir auch noch die Flexibilität, dass Du ihn auf beiden Seiten der Hausverkabelung einsetzen kannst, je nachdem, wo Du ihn besser versteckt bekommst bzw. wo eine Steckdose in der Nähe ist.

  • Du kannst doch aber statt des Netzteils den 10G PoE++ Adapter (60W), der zu dem Gerät angeboten wird. Kostet nur die Hälfte und bietet Dir auch noch die Flexibilität, dass Du ihn auf beiden Seiten der Hausverkabelung einsetzen kannst, je nachdem, wo Du ihn besser versteckt bekommst bzw. wo eine Steckdose in der Nähe ist.

    Das ist eine interessante Idee! Darauf bin ich tatsächlich gar nicht gekommen.
    Allerdings habe ich grade die verschiedenen Modelle mal angeschaut und offiziell brauche ich nicht den UACC-PoE++-10G, der 60W liefert. sondern den UACC-PoE+++-10G (Achtung, es ist ein + mehr), der 90W liefert. Da ich aber alles in allem unter 30W Verbrauch habe (siehe oben), reichen rechnerisch die 60W locker. Aber funktioniert das auch? Ich habe da einfach keine Erfahrungswerte. Der Preisunterschied sind tatsächlich nur 9€ netto, aber ich denke ein PoE-Adapter mit mehr Ausgangsleistung, verbraucht doch auch mehr Strom, selbst wenn der nicht abgerufen wird (größerer Trafo usw.) und da das Gerät die nächsten 10 Jahre (hoffentlich) 24/7 laufen soll, läppern sich auch 5W zu einer netten Summe.

    Gruß HarryFox

    P.S. zum Netzteil noch eine Anmerkung: Er braucht 54V und es werden durchaus Netzteile angeboten, wie z.B. dieses hier: 54V, 1,1A, AC/DC-Adapter, Kompatibel mit UbiQuiti Network USW-LITE-8-POE, USW-Ultra-60W, NY-PW0L2-05401100, UniFi Lite 8 PoE Compact 8-Port Layer 2 Gigabit Ethernet Switch, Ersatz-Netzteil 60 W Ladeka: Amazon.de: Computer & Zubehör
    Ich bin einfach nur unsicher, ob ich sowas wirklich nutzen will und wie der Switch damit umgeht, wenn er zwar die erwartete Spannung, aber nicht die erwartete Leistung bekommt. Ist das unkritisch, solange ich nicht zu viele PoE-Geräte anschließe?

  • Ich bin einfach nur unsicher, ob ich sowas wirklich nutzen will und wie der Switch damit umgeht, wenn er zwar die erwartete Spannung, aber nicht die erwartete Leistung bekommt.

    Der Switch erwartet nur Spannung, keine Leistung. Ich bin kein Elektrotechniker, aber meines Wissens nach gibt es in Bezug auf Leistung keine Intelligenz in solchen Geräten. Ein nachgelagertes Gerät "zieht" eine bestimmte Leistung (die beim Start deutlich höher sein kann als im Normalbetrieb, was man immer mit bedenken muss) und der Switch gibt diese Leistung ab. Hat er selbst nicht genug Leistung dafür, stürzt das ganze Konstrukt ab. Also keine Aushandlungen wie bei USB-C PowerDelivery oder gar intelligente Begrenzungen.


    Aber funktioniert das auch? Ich habe da einfach keine Erfahrungswerte.

    Ich würde mir die Frage stellen, wie wahrscheinlich es ist, dass in Zukunft weitere Verbraucher dazu kommen. Falls ausgeschlossen, reicht vermutlich auch der kleinere Injektor.

    Aber dank Fernabsatzgesetz hindert Dich auch niemand daran, die ganze Sache mit dem kleineren Modell ausgiebig zu testen und es bei Problemen zurückzuschicken.

  • Wenn bei sagen wir von Verbrauchern 30W gefordert werden, dann ein 90W Netzteil nenennswert mehr Strom (und somit Leistung) zieht als ein 60W Netzteil, dann taugt es nichts. Dann taugt es allerdings generell nichts.

    Beide Netzteilgrößen verbrauchen natürlich etwas Leistung selbst, auch wenn keine Verbraucher dran hängen. Das dürfte aber im Vergleich zu den eigentlichen Verbrauchern eher irrelevant sein.

  • Das überzeugt mich! Ich versuche es mit dem kleinen und wenn das nicht gut läuft, kann ich ihn ja leicht austauschen.

    Vielen Dank an euch alle für die Ratschläge, ich werde berichten.

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