Hallo zusammen,
bisher war ich hier stiller Mitleser, weil ich schon immer mal mit dem Gedanken gespielt habe, Unifi-Geräte einzusetzen. Aufgrund der nahenden Umstellung von Vodafone Cable zu Telekom Glasfaser möchte ich nun den Zeitpunkt nutzen, um von der Fritz-Welt zur Unifi-Welt zu wechseln. Vielleicht hat der ein oder andere ein paar Hinweise und Tipps für mich, ob mein Vorhaben umsetzbar ist oder ob ich irgendwo etwas nicht bedacht habe.
Ausgangslage
Haus: Älteres EFH mit 4 Etagen (Keller, EG, OG, ausgebauter Dachboden), in jeder Etage Fußbodenheizung, massive Decken und Wände. Das Hauptproblem ist es, das WLAN Signal verlässlich über die Etagen nach oben zu bekommen. Da uns keine Leitungspläne vorliegen und die vorhandenen KabelTV-Leitungen nicht in Kabelkanälen liegen, war es für uns keine Option, diese durch CAT7-Kabel zu ersetzen.
Netzwerk aktuell: Vodafone CableMax 1000, Fritzbox Cable 6591 (Mietgerät); eine Mischung aus diversen Fritz WLAN Repeatern und Powerline Adaptern deckt zumindest einigermaßen zufriedenstellend das gesamte Haus ab. Provisorisch habe ich vor Jahren die Wege in den Keller und ins Dachgeschoss mit Powerline-Adaptern realisiert. Und bekanntlich hält ja nichts so lange wie ein Provisorium. Das WLAN ist in den beiden oberen Etagen daher nicht sehr gut, aber immerhin vorhanden. Das Gastnetz ist nicht aktiv. Kein NAS im Einsatz.
Weiterhin ist die Anzahl der WLAN Clients im Laufe der Zeit stetig angewachsen (aktuell ca. 80; Laptops, Tablets, TVs, Spielkonsolen, Lautsprecher, Haushaltsgeräte etc.). Diverse SmartHome Geräte sind Hersteller-mäßig bunt gemischt, bzw. „historisch gewachsen“. D.h. ein paar Bridges/Gateways der jeweiligen Hersteller habe ich auch rumstehen, tw. benötigen diese eine LAN-Verbindung. Im Keller ist zudem ein HomeOffice-Zimmer.
Angedachte Ziel-Architektur
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Keller: UCG-Fiber mit Telekom SFP-Modul, Switch Flex 2.5G PoE oder Pro 8 PoE, ein AP (Modell noch unklar) für das HomeOffice Zimmer
Verkabelung: über einen Versorgungsschacht soll jeweils ein CAT7-Kabel vom Keller in jede Etage verlegt werden. Verkabelung möglichst unauffällig.
EG/OG: je ein U6Pro oder U7Pro (ggf. Pro Wall), Strom via PoE (Steckdosen sind an den vorgesehenen Stellen nicht vorhanden; Montage der APs an der Wand). Für die Versorgung von kabelgebundenen Geräten: via AP bzw. Device Bridge(s). Evtl. weiteren AP, um WLAN in den Garten zu bringen (z.B. für Mähroboter). EG ist relativ offen, d.h. die APs hätten Sichtkontakt.
DG: ein einfacher AP (bekommt Strom aus der Steckdose und benötigt keine große Reichweite), Flex Mini Switch, Gaming-Devices per LAN am Mini Switch. Evtl. AP U6 In-Wall, dann ohne zus. Switch.
Das Gesamt-Setup soll so dimensioniert sein, dass es nicht direkt an seine Grenzen stößt aber auch nicht total überdimensioniert ist. Die Einrichtung von VLANs ist kurzfristig nicht geplant, aber nach erfolgreicher Umstellung ein Thema, was ich mir ansehen werde. Festnetz-Telefonie hat keine Priorität. Kann aber notfalls über eine vorhandene alte Fritzbox realisiert werden. In erster Linie möchte ich ein zuverlässiges und skalierbares Heimnetz aufbauen und den initialen Umstieg nicht komplexer als nötig gestalten. Optionen wie Unifi Protect sind vielleicht in der Zukunft mal ein Thema.
Ich würde mich sehr über Feedback zu meinem Vorhaben freuen, insbesondere zu den Access Points, da ich hier keine Erfahrung mit Unifi habe. Gerne teile ich im Nachgang des Projektes meine Erfahrungen!
Besten Dank vorab und Grüße,
Wega